Sie sind hier >  /  
Gewaltkriminalität
Unter dem Begriff Gewaltkriminalität werden verschiedene Gewaltdelikte zusammengefasst, die der mittelschweren bis schweren Kriminalität zuzuordnen sind.

Was gehört zur Gewaltkriminalität?

In der Polizeilichen Kriminalstatistik fallen unter den Sammelbegriff „Gewaltkriminalität“ die Delikte Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und schwere sexuelle Übergriffe, Raubdelikte, Körperverletzung mit Todesfolge sowie gefährliche und schwere Körperverletzung, die Verstümmelung weiblicher Genitalien, erpresserischer Menschenraub und Geiselnahmen sowie Angriffe auf den Luft- und Seeverkehr. Im Jahr 2018 gab es in Deutschland nach der Statistik 185.377 Fälle von Gewaltkriminalität – das sind rund drei Prozent aller Straftaten. Nachdem die Anzahl der registrierten Fälle im Vorjahr bereits um 2,4 Prozent gesunken war, nahm sie 2018 erneut ab, um 1,9 Prozent. Zurückzuführen ist diese Entwicklung zum Beispiel auf den Rückgang der Raubdelikte (-5,4 Prozent, 36.756 Fälle). Doch es wurden auch deutlich weniger Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Übergriffen angezeigt (-18,2 Prozent, 9.234 Fälle).

Täter, Opfer, Häufigkeit

Gewaltkriminalität wird in der Regel von Männern begangen. Beim Straftatbestand der Vergewaltigung oder sexuellen Nötigung liegt der Anteil zum Beispiel bei fast 99 Prozent, bei Raubdelikten immerhin noch bei etwas über 90 Prozent. Gefährliche und schwere Körperverletzung wird hingegen etwas häufiger auch von Frauen verübt. Hier weist die PKS 2018 für weibliche Täterinnen einen Anteil von rund 15 Prozent aus.
Im Jahr 2018 waren bei Mord und anderen Tötungsdelikten in den meisten Fällen der Partner oder Verwandte beziehungsweise nähere Bekannte tatverdächtig. Bei diesen sogenannten „Beziehungstaten“ waren mehr als 80 Prozent der Opfer Frauen.

Siehe auch: 

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Beliebte Artikel

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.