Sie sind hier >  /  
Internationale Strafjustiz
Für die Internationale Strafjustiz ist grundsätzlich der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) mit Sitz im niederländischen Den Haag zuständig. Er ist seit 2002 tätig und arbeitet mit den Vereinten Nationen zusammen.

Grundlage und Aufgaben

Der Internationale Strafgerichtshof handelt auf Basis des „Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs“, dem 120 Staaten angehören. Das Statut beschreibt unter anderem die einzelnen Verbrechen, regelt die Zuständigkeiten und die Finanzierung des Gerichtshofs sowie die allgemeinen Grundlagen des Strafrechts, das Strafverfahren, die Strafvollstreckung und die Strafen an sich. Wichtig ist dabei die Beachtung rechtsstaatlicher Grundsätze wie etwa das Verbot einer doppelten Bestrafung oder die Beachtung der Rechte der beschuldigten Person. Die Verhängung der Todesstrafe ist nicht zulässig.

Zuständigkeit

Der Internationale Strafgerichtshof beschäftigt sich ausschließlich mit Verbrechen des Völkerstrafrechts, dazu gehören:

  • Völkermord. Darunter werden Taten wie die Zerstörung einer nationalen, ethnischen, rassischen oder religiösen Gruppe als solcher, z. B. durch Tötung, Verursachen von schwerem körperlichen oder seelischen Schaden, Geburtenverhinderung oder gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe zusammengefasst.
  • Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Diese können etwa in Taten wie vorsätzlicher Tötung, Ausrottung, Versklavung, Vertreibung, Folter, sexueller Gewalt wie Vergewaltigung, sexueller Sklaverei, erzwungener Schwangerschaft oder Zwangssterilisation bestehen.
  • Kriegsverbrechen. Damit sind schwere Verletzungen der Genfer Abkommen gemeint, d. h. jede Handlung gegen die nach dem jeweiligen Genfer Abkommen geschützten Personen oder Güter wie z. B. vorsätzliche Tötung, Folter, vorsätzliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung, das vorsätzliche Aushungern von Zivilpersonen, Angriffe auf unverteidigte Städte, Dörfer oder Gebäude, die nichtmilitärische Ziele sind, oder die Verwendung von Gift oder vergifteten Waffen.
Siehe auch: 

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Beliebte Artikel

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.