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Diebstahl
Ein Diebstahl ist eine Straftat, bei der eine fremde bewegliche Sache jemand anderen weggenommen wird – mit der Absicht, sie sich rechtswidrig anzueignen. Das Strafgesetzbuch kennt in seinen Paragrafen 242 bis 248 mehrere Formen dieses Delikts.

Fast 2,4 Millionen Diebstähle verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik im Jahr 2016. Das ist ein leichter Rückgang von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Diebstähle bilden jedoch weiterhin die mit Abstand größte Gruppe innerhalb der Straftaten. Weit mehr als ein Drittel der erfassten Fälle zählen dazu.

Schmuck, Navi oder Bares

Die Paragrafen 242 bis 248 beschreiben die verschiedenen Tatbestände genauer. In schweren Fällen, etwa beim Bandendiebstahl oder bei Gewerbsmäßigkeit, drohen bis zu zehn Jahre Haft. Die Zielobjekte der Diebe sind sehr unterschiedlich: Autos oder Fahrräder sind ebenso betroffen wie Schmuckgegenstände, Navigationsgeräte für PKW oder in der Wohnung verwahrte Wertgegenstände und Bargeld. Eine Regel gilt generell: Diebe bevorzugen Objekte, deren Eigentümer schwer zu ermitteln sind. Schließlich soll die Beute möglichst unauffällig sein und leicht zu verkaufen sein. Wer es Dieben also schwer machen will, der sollte auf eine individuelle Kennzeichnung achten und beispielsweise Fahrräder von der Polizei mit einem Code versehen lassen.

Hohe Dunkelziffer

In der Kriminalstatistik 2016 führen die Ladendiebstähle mit 378.448 Fällen die verschiedenen Arten von Diebstahl an, knapp gefolgt von Fahrraddiebstählen sowie Diebstählen an und aus Kraftfahrzeugen. Wohnungsdiebstähle schlugen mit rund 151.265 Anzeigen zu Buche, Diebstähle in Dienst-, Büro- und Lagerräumen immerhin noch mit etwa 123.117. Allerdings sind diese Zahlen nur bedingt aussagekräftig. Das Bundeskriminalamt geht davon aus, dass beispielsweise beim persönlichen Diebstahl aus unterschiedlichen Motiven mehr als 50 Prozent der Fälle gar nicht zur Kenntnis der Polizei gelangen – die Opfer verzichten auf eine Anzeige, etwa aufgrund einer besonderen Beziehung zum Täter.

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