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Cyber-Dschihad
Unter „Cyber-Dschihad“, häufiger auch als „Online-Dschihad“ oder „Cyber-Jihad“ bezeichnet, versteht man alle Handlungen im Internet, die dazu beitragen sollen, den Dschihadismus zu unterstützen und zu stärken.

Bewaffneter „Gotteskampf“

Der Dschihadismus ist eine extremistische Strömung des radikalen Islamismus. Den Dschihad verstehen seine Vertreter, wie beispielsweise der selbsternannte „Islamische Staat“ (IS), als einen „Gotteskampf“, für den militante Mittel wie Waffengewalt eingesetzt werden können. Bekämpft werden sowohl Nicht-Muslime als auch Muslime, die einem anderen Islamverständnis folgen. Der Begriff „Cyber-Dschihad“ beschreibt die Organisation dieses Kampfes mithilfe des Internets. Das Netz wird von Dschihadisten vorrangig für folgende Aktionen genutzt:

  • die öffentliche Darstellung der eigenen Weltanschauung (Was wird für „richtig“ gehalten und was wird als „falsch“ angesehen?),
  • die Verbreitung von Propagandamaterial wie Filmen oder Videoclips,
  • die Kontaktaufnahme zu potentiellen Anhängern und der kommunikative Austausch zwischen den Dschihadisten,
  • die Organisation der Ausreise von Kämpfern in den Irak oder nach Syrien sowie
  • den Aufruf zur Durchführung von Anschlägen in der eigenen Heimat.

Vielfältiges Propagandamaterial

Zu den propagandistischen Inhalten, die im Internet verbreitet werden, zählt zum einen Material, das für den Dschihad wirbt. Hier wird gezeigt, welche Vorteile es hat, sich beispielsweise dem „Islamischen Staat“ anzuschließen. Die Kameradschaft und das Gemeinschaftsgefühl stehen dabei oft im Vordergrund. Märtyrer-Videos verherrlichen den Tod von Mitstreitern für die gemeinsame Sache. Zudem werden Propagandavideos veröffentlicht, die Kriegshandlungen dokumentieren oder bei denen die Tötung von Menschen gezeigt wird – beispielsweise von Journalisten, Homosexuellen oder Regierungsvertretern. Zudem lassen sich Ansprachen von dschihadistischen Glaubensführern sowie Informationsvideos im Internet finden, die über angebliche Erfolge und die politische Lage aus Sicht der Gruppierung aufklären. Ein neuer Trend im „Cyber-Dschihadismus“: kurze Videoclips, die kaum noch Inhalte vermitteln. Hier werden Filmschnipsel mit Slogans und Textblasen animiert und mit Musik unterlegt – so genannten „Nasheeds“. Ziel ist die emotionale Ansprache von potentiellen Dschihadisten oder bestehenden Anhängern.

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Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
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