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Korruption
Korruption ist der Missbrauch der eigenen Position oder Funktion (z. B. im Unternehmen oder im Amt), um einen persönlichen Vorteil für sich oder Dritte zu erreichen.

Kein Kavaliersdelikt

Korruption ist eine Straftat, bei der die eigene Stellung in einer Funktion ausgenutzt wird, um sich oder anderen Personen einen materiellen oder immateriellen Vorteil zu verschaffen, auf den kein rechtmäßiger Anspruch besteht. Korruptes Verhalten kommt sowohl in der Wirtschaft vor, als auch in Verwaltungen, der Justiz, der Politik oder in nichtwirtschaftlichen Vereinigungen und Organisationen. Dadurch werden große volkswirtschaftliche Schäden verursacht und ein seriöser Wettbewerb verhindert. Schwerwiegend sind auch die immateriellen Schäden. Der Bürger verliert das Vertrauen in die Unabhängigkeit, Unbestechlichkeit und Handlungsfähigkeit des Staates beziehungsweise in die Integrität der Wirtschaft.

Formen von Korruption

Das Bundeskriminalamt (BKA) unterscheidet zwischen situativer und struktureller Korruption: Bei situativer Korruption entscheidet sich der Täter spontan zur Tat. Strukturelle Korruption ist hingegen im Vorfeld geplant. Zudem kann Korruption aktiv oder passiv stattfinden. Das bedeutet, dass sowohl die Bestechung und die Vorteilsgewährung als auch die Bestechlichkeit und Vorteilsnahme korruptes Verhalten sind. Die Vorteile, die der Nehmer erhält, können Bargeld, Sachzuwendungen, Dienstleistungen oder Reisen sein. Als Gegenleistung vermittelt der Nehmer dem Geber beispielsweise Aufträge, erteilt Genehmigungen, zahlt fingierte Rechnungen oder gibt interne Informationen weiter.

Korruptionsverdacht melden

Sowohl die Polizei als auch viele Unternehmen und Behörden bieten die Möglichkeit, einen Korruptionsverdacht zuständigen Ombudsleuten beziehungsweise über Telefonhotlines oder webbasierte Systeme zu melden. Der Vorteil webbasierter Systeme ist, dass der Hinweisgeber vollständig anonym bleiben kann. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn er oder sie geschäftliche oder persönliche Nachteile befürchtet, beispielsweise den Verlust des Arbeitsplatzes.

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Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.