Cannabis

Cannabis ist ein Hanfgewächs und der Oberbegriff für verschiedene Produkte, die aus der Hanfpflanze gewonnen werden. Die Wirkstoffe der Cannabispflanze sind die Cannabinoide, der wichtigste darunter ist das Tetrahydrocannabinol (THC).

Substanz und Konsum

  • Haschisch (Cannabisharz) ist das aus der Pflanze gewonnene Harz, eine fest klebende Masse.
  • Marihuana (Cannabiskraut) besteht aus den getrockneten und zerkleinerten harzhaltigen weiblichen Blütenständen der Pflanze.
  • Haschischöl ist ein Cannabiskonzentrat, eine ölige, klebrige Flüssigkeit, die mit chemischen Mitteln aus der Pflanze extrahiert wird.
  • Haschisch wird meist in Joints oder Wasserpfeifen geraucht („gekifft“) oder auch in Gebäck verarbeitet und verzehrt. Marihuana wird geraucht oder kann wie Tee aufgekocht werden. Haschischöl wird tropfenweise auf normale Zigaretten gegeben. 

Wirkung

  • Etwa fünf bis zehn Minuten nach dem Konsum von Cannabis setzt die meist beruhigende und entspannende, in manchen Fällen aber auch Angst auslösende oder aggressiv stimmende Wirkung der Pflanze ein.
  • Die Wirkung ist stark von der Dosis, der Gewöhnung, der Stimmung sowie der Persönlichkeitsstruktur des Konsumenten abhängig. 
  • Nach dem Konsum kann es zu depressiven Verstimmungen, Angstgefühlen und Ruhelosigkeit kommen. Bei manchen kommt es zu Übelkeit und Erbrechen. 
  • Dauerkonsumenten leiden häufig unter anhaltender Müdigkeit, Lustlosigkeit und Apathie. 

Polizeiliche Kriminalstatistik

Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2019 nehmen die Rauschgiftdelikte insgesamt zu (+2,6 Prozent, 359.747 Delikte). Cannabis ist das am häufigsten konsumierte beziehungsweise hergestellte und gehandelte Rauschgift in Deutschland – Tendenz steigend. Im Jahr 2019 wurden mit 225.120 registrierten Fällen mehr Verstöße gegen Paragraph 29 BtMG mit der Droge registriert als noch im Vorjahr. 2018 beliefen sich die Fälle noch auf 218.660.

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