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22.01.2019

Mehr Kleine Waffenscheine

© GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow/GdP-Bundesvorstand

GdP bewertet Zunahme als Sicherheitsrisiko

In einem Bericht der „Neue Osnabrücker Zeitung“ zeigt sich Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), besorgt, dass die Zahl der Kleinen Waffenscheine 2018 erneut gestiegen ist. Das geht aus einer Statistik des Bundesinnenministeriums hervor. Zum Jahresende waren in Deutschland rund 611.000 Inhaber Kleiner Waffenscheine gemeldet, etwa zehn Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die Lizenz erlaubt es, Schreckschusspistolen oder Pfefferspray zu tragen. Die Entwicklung bestätige die Befürchtung der GdP, dass die Bürgerinnen und Bürger dem Staat – also vor allem der Polizei – anscheinend nicht mehr zutrauen, sie zu beschützen, sagte Malchow der Zeitung. Solche Waffen suggerierten eine trügerische Sicherheit und eine höhere Verteidigungsbereitschaft. Da das Gegenüber meist nicht erkenne, dass es sich um eine Schreckschusspistole handelt, könne dies darüber hinaus zu einer Eskalation der Gewalt führen. Zudem sei es gefährlich, wenn einem die Waffe abgenommen würde bzw. diese nicht richtig angewendet wird.

Malchow forderte daher, die Polizeipräsenz zu erhöhen. Den Bürgerinnen und Bürgern müsse das Gefühl zurückgegeben werden, die Polizei könne sie ausreichend beschützen. Die im Koalitionsvertrag geplanten 15.000 neuen Stellen seien zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Seiner Einschätzung nach bräuchte die Polizei aber mindestens 20.000 neue Kolleginnen und Kollegen.

Quelle: GdP


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