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05.03.2018

Suchtfaktor Social Media

© Andrey Popov, Adobe Stock

Neue Studie veröffentlicht

In Deutschland sind etwa 100.000 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren süchtig nach sozialen Medien, so das Ergebnis eine Studie der Krankenkasse DAK Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Betroffenen können ihre Lust auf soziale Medien nicht mehr steuern. Ohne ihr Smartphone leiden sie unter Entzugserscheinungen. Auch Kinder und Jugendliche, die noch nicht als süchtig gelten, verbringen sehr viel Zeit mit Angeboten wie WhatsApp oder Instagram – im Durchschnitt zweieinhalb Stunden am Tag. Bei einem Viertel sind es sogar um die vier Stunden. Das Gefährdungspotential ist daher hoch.
Was die Studie außerdem zeigt: Es besteht ein Zusammenhang zwischen Social-Media-Sucht und Depressionen. Abhängige Kinder und Jugendliche haben ein deutlich höheres Risiko, depressiv zu werden. Andererseits kann es auch passieren, dass sich depressive Kinder und Jugendliche häufiger in die virtuelle Welt zurückziehen und ein Suchtverhalten entwickeln. Als Konsequenz aus den Ergebnissen fordert Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, dass Schulen die Kinder und Jugendlichen mehr unterstützen: „Sie sollten nicht nur die Technik beherrschen, sondern auch die Chancen und Risiken dieser Medien erkennen.“ Zudem müsse der Jugendschutz besser auf die Angebote im Netz reagieren als bisher, gerade mit Blick auf die Suchtpotenziale.

Quelle: DAK Gesundheit

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