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„Volle Pulle Leben“

Das Kinder- und Jugendalter ist eine wichtige Schlüsselphase für den langfristigen Alkoholkonsum. Denn in diesem Zeitraum sammeln sie die ersten prägenden Erfahrungen für ihre persönliche Einstellung zum Umgang mit Alkohol. So erhöht etwa ein früher Einstieg in das sogenannte „Rauschtrinken“ das Risiko der Entwicklung einer späteren Alkoholabhängigkeit. Um Jugendliche frühzeitig über die Wirkung von alkoholischen Getränken und die Risiken eines regelmäßigen Konsums aufzuklären, wird in Mecklenburg-Vorpommern seit 2009 der Mitmachparcours „Volle Pulle Leben – Auch ohne Alkohol“ durchgeführt. Das als Wettbewerb inszenierte Angebot der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST) eignet sich für Gruppen und Schulklassen ab der sechsten Jahrgangsstufe einschließlich Berufsschulen und Auszubildenden in Unternehmen.

Ein Mitmachparcours zur Alkoholprävention


Die interaktive Ausstellung fördert ein erfolgreiches Lernen durch eigenes Erleben und Erfahren

LAKOST MV

 

Das Kinder- und Jugendalter ist eine wichtige Schlüsselphase für den langfristigen Alkoholkonsum. Denn in diesem Zeitraum sammeln sie die ersten prägenden Erfahrungen für ihre persönliche Einstellung zum Umgang mit Alkohol. So erhöht etwa ein früher Einstieg in das sogenannte „Rauschtrinken“ das Risiko der Entwicklung einer späteren Alkoholabhängigkeit. Um Jugendliche frühzeitig über die Wirkung von alkoholischen Getränken und die Risiken eines regelmäßigen Konsums aufzuklären, wird in Mecklenburg-Vorpommern seit 2009 der Mitmachparcours „Volle Pulle Leben – Auch ohne Alkohol“ durchgeführt. Das als Wettbewerb inszenierte Angebot der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV (LAKOST) eignet sich für Gruppen und Schulklassen ab der sechsten Jahrgangsstufe einschließlich Berufsschulen und Auszubildenden in Unternehmen.

Riskanter Alkoholkonsum beginnt früh

Alkohol ist die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz unter Jugendlichen in Deutschland. Zwar trinken insgesamt weniger Jugendliche als noch vor zehn Jahren – aber der Konsum derjenigen, die trinken, ist teilweise exzessiv. Experten gehen davon aus, dass sie bei einem regelmäßigen Missbrauch von Alkohol bereits innerhalb weniger Monate alkoholabhängig werden können. „Als Reaktion auf die sich häufenden Meldungen über die Folgen des ‚Komasaufens‘ kam vom damaligen Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (MSIG) die Bitte, ein nachhaltiges Angebot für Jugendliche im Bereich Alkoholprävention zu schaffen“, erklärt Projektleiter Heiko Sprenger. „Da uns vor allem der Mitmachparcours ,Volle Pulle Leben‘ des Karuna e. V. aus Berlin überzeugt hat, wurde eine mobile Variante des Parcours bei Karuna e.V nachgebaut und in Mecklenburg-Vorpommern implementiert.“

Wettbewerbscharakter spornt Schüler an

In einer interaktiven Ausstellung treten Schülerinnen und Schüler einer Klasse auf spielerische Art und Weise in Kleingruppen gegeneinander an. So fördert der Wettbewerb nebenbei auch die Teamfähigkeit. Unter anderem geht es darum, Wissensfragen zu beantworten, aber auch darum, über eigene Erfahrungen zu sprechen. „Dabei lernen die Jugendlichen viel über die Wirkung und Risiken von Alkohol, und natürlich auch über die typischen Suchtgefahren“, weiß Sprenger. Unterschwellig wird so für einen vernünftigen und risikobewussten Umgang mit Alkohol geworben und Motivationsarbeit für eine Hinauszögerung des Konsumbeginns geleistet. „Da das Ganze als Wettbewerb gestaltet ist, bekommen es die Jugendlichen im Prinzip gar nicht mit, dass wir eigentlich Prävention mit ihnen machen. Am Ende gehen sie dann mit einem großen Wissenszuwachs und mit Reflexion aus der Veranstaltung heraus.“ So macht Suchtprävention nicht nur Spaß, sondern die vermittelten Botschaften werden besser gelernt und langfristig behalten. Ziel des Projekts ist es, lebenslang einen bewussten Umgang mit Alkohol zu erreichen. Dazu gehört u. a.

  • Aufklärung über die negativen Folgen des Alkoholkonsums (Sucht und Krankheit)
  • Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für die Marketing- Manipulationsmethoden der Alkoholindustrie (z. B. „Kein Fußball ohne Bier!").
  • Auseinandersetzung mit dem gewöhnlichen Alkoholkonsum („Keine gute Party ohne Alkohol?")
  • Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Jugendlichen („Du hast es in der Hand!")
  • Vermittlung eins positiven Images für einen Konsumverzicht („Auch ohne Alkohol geht bei mir was ab!")

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