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Lebende Statuen zocken Touristen ab

Mit ihren aufwändigen Kostümen und geschminkten Gesichtern ziehen sie die Aufmerksamkeit von Passanten und Touristen auf sich: „Lebende Statuen“, die in deutschen Innenstädten gegen eine Geldspende zum Leben erwachen und kleine Kunststücke vorführen. In Köln sorgten die Darsteller aber nicht nur für Unterhaltung, sondern auch für Ärger.

Wie das Ordnungsamt gegen aggressives Betteln vorgeht

 
„Lebende Statuen“ bedrängten in Köln Touristen

© etfoto, fotolia 

 

Mit ihren aufwändigen Kostümen und geschminkten Gesichtern ziehen sie die Aufmerksamkeit von Passanten und Touristen auf sich: „Lebende Statuen“, die in deutschen Innenstädten gegen eine Geldspende zum Leben erwachen und kleine Kunststücke vorführen. In Köln sorgten die Darsteller aber nicht nur für Unterhaltung, sondern auch für Ärger.

20 Euro für ein Foto 

Gerade im Bereich des Kölner Doms sind viele der Straßendarsteller unterwegs – ihre Zahl hat in den letzten ein bis zwei Jahren stetig zugenommen. So stehen in den Sommermonaten bis zu 15 lebende Statuen allein im Bereich rund um den Dom. Während es mit den meisten Darstellern keine Probleme gibt, gingen über einige bei Polizei und Ordnungsamt Beschwerden von Touristen oder Beschäftigten des Kölner Doms ein: Einige der lebenden Statuen hatten von Touristen aggressiv Geld für von ihnen gemachte Fotos eingefordert – teilweise Summen zwischen zehn und 20 Euro. Die Betroffenen fühlten sich von den Bettlern bedroht und abgezockt. „Es gab einen Fall, bei dem ein asiatisches Pärchen so sehr von mehreren Darstellern um Geld bedrängt wurde, dass es die Polizei rief. Ein anderes Mal wurden von einem 14-Jährigen 15 Euro für ein Foto verlangt“, berichtet Jörg Breetzmann, Abteilungsleiter des Ordnungs- und Verkehrsdienstes beim Kölner Ordnungsamt

Warnungen in Blogs vor Abzocke

Weil vor allem asiatische Touristen von dem aggressiven Betteln betroffen waren, fanden sich sogar schon Warnungen in chinesischen Internet-Blogs vor der Abzocke der Kölner Darsteller. „Asiaten sind von ihrer Art her sehr freundlich, höflich und zurückhaltend. Hinzu kommt noch die Sprachbarriere, wenn sie in Deutschland unterwegs sind. All dies machte diese Personengruppe zum bevorzugten Ziel der lebenden Statuen“, erklärt Breetzmann. Es wurde schnell klar, dass sich etwas tun musste. „Der Dom ist nicht nur das Wahrzeichen von Köln, sondern eines von ganz Deutschland. Es darf nicht sein, dass sich Touristen bei uns unwohl fühlen, bedrängt und abgezockt werden“, so der Abteilungsleiter.

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