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Smartphones sind Wertsachen

Handys – das waren früher bloße Gebrauchsgegenstände von überschaubarem Wert. Das ist heute völlig anders. Die Smartphones, die schon Jugendliche ständig mit sich herumtragen, sind nicht selten mehr als 500 Euro wert. Doch vielen ist nicht bewusst, wie attraktiv diese Gegenstände für Diebe sind. Im Umgang mit dem Mobiltelefon – oder besser „mobilen Computer“, denn darum handelt es sich mittlerweile ja – sollte man einige Vorsichtsregeln berücksichtigen.

Die Polizei ruft zu besonderer Wachsamkeit gegenüber Handy-Dieben auf

Die Hosentasche ist der falsche Platz fürs Smartphone 

© fotogestoeber, fotolia

 

Handys – das waren früher bloße Gebrauchsgegenstände von überschaubarem Wert. Das ist heute völlig anders. Die Smartphones, die schon Jugendliche ständig mit sich herumtragen, sind nicht selten mehr als 500 Euro wert. Doch vielen ist nicht bewusst, wie attraktiv diese Gegenstände für Diebe sind. Im Umgang mit dem Mobiltelefon – oder besser „mobilen Computer“, denn darum handelt es sich mittlerweile ja – sollte man einige Vorsichtsregeln berücksichtigen.

 

„Können Sie mir sagen, wie spät es ist?“ Als Antwort auf diese Frage blickt heute kaum jemand mehr aufs Handgelenk, um die Zeit von der Armbanduhr abzulesen. Die meisten zücken das Mobiltelefon – und machen dabei möglicherweise einen schweren Fehler. „Ein Smartphone ist ein kleiner PC“, unterstreicht Ulrich Heffner vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Und so ein handlicher Wertgegenstand ist für Kriminelle natürlich besonders attraktiv. „Auf moderne Mobiltelefone sollte man ebenso achten wie auf Bargeld oder die EC-Karte, da zeige ich ja auch nicht jedem, wo ich sie aufbewahre“, warnt Heffner. Wenn man mit Polizeibeamten über das Thema Smartphone-Diebstahl spricht, zeigt sich dieses Muster immer wieder: Es geht vor allem um eine Veränderung der Grundeinstellung zum guten alten Mobiltelefon, um eine Steigerung der Sensibilität, ein höheres Problembewusstsein. 

Gerätedaten notieren! 

Die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Handydiebstahl beginnen schon ganz früh – beim Auspacken des neuen Schmuckstücks. „Sie sollten sich auf jeden Fall die Gerätedaten notieren“, empfiehlt Ulf Merker, Präventionsexperte der Hamburger Polizei. Denn wenn das Smartphone gestohlen werden sollte, dann werden diese Informationen bei einer Anzeige unbedingt benötigt. Auch die voreingestellten PIN-Nummern sollten geändert werden. Das sind zumeist einfache vierstellige Zahlenkombinationen, die von Kriminellen durch einfaches Ausprobieren rasch geknackt werden können. „Gleich bei der Konfiguration sollte man aber auch Funktionen wie eine Sperrung oder Datenlöschung aus der Distanz einrichten“, rät auch Ulrich Heffner vom LKA in Stuttgart, „die nötigen Informationen dazu findet man auf den entsprechenden Herstellerwebseiten“. Die Sperrung durch PINs sollte man übrigens nicht nur für die SIM-Karte, sondern auch für das Gerät selbst aktivieren, so sind beide besser geschützt. 

Ulrich Heffner

Pressesprecher beim LKA Baden-Württemberg, © privat

Gefahrenquelle Social Media 

Wer Facebook, Google+ oder Xing auch auf dem Smartphone immer verfügbar haben will, der muss die Passwörter auf dem Gerät speichern. Doch gerade davon raten alle Experten dringend ab. Wenn das Handy weg ist, haben die Diebe dann freien Zugriff auf die Konten, können Zugangsdaten verändern und im Namen des Opfers Nachrichten schreiben oder posten. 

„Besonders Jugendliche müssen sich im Klaren darüber sein, wie gefährlich es ist, das Handy aus der Hand zu geben“, unterstreicht der Hamburger Kriminalhauptkommissar Ulf Merker. Es muss dabei nicht immer um Diebstahl gehen, gerade in Schulen kann auch Cybermobbing eine Motivation sein, um fremde Smartphones missbräuchlich zu verwenden. Aber nicht nur Passwörter haben auf dem Handy nichts verloren. Auch vertrauliche Dateien oder private Bilder sollte man nicht dort hinterlegen sondern auf externen Speichermedien sichern. 

 

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