Sie sind hier >  /  
< Fallen beim Geschenkekauf

Taschendiebstahl und Geldkartenklau

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 zeigt: Fälle von Taschendiebstahl und Diebstahl bargeldloser Zahlungsmittel wie EC- oder Kreditkarten haben im Jahr 2017 leicht abgenommen.

Wie viele Fälle wurden im Jahr 2017 angezeigt?


Insbesondere die Zahl der Taschendiebstähle ist 2017 zurückgegangen

© Gerhard Seybert/stock.adobe.com

 

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 zeigt: Fälle von Taschendiebstahl und Diebstahl bargeldloser Zahlungsmittel wie EC- oder Kreditkarten haben im Jahr 2017 leicht abgenommen.

Taschendiebstahl

Der Taschendiebstahl wird in der Kriminalstatistik unter „Diebstahlskriminalität“ geführt. Nachdem die Anzahl 2015 den höchsten Wert seit vielen Jahren erreicht hatte, nahmen die Fälle 2016 erstmals wieder ab – um zwei Prozent. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 127.376 Taschendiebstähle von der Polizei erfasst, worunter der Diebstahl aus am Körper getragenen Taschen fällt. Das sind 37.395 weniger als im Vorjahr. Somit ist die Fallzahl um weitere 22,7 Prozent zurückgegangen. Am häufigsten wird in Großstädten gestohlen, an Orten, wo viele Menschen unterwegs sind, etwa in Fußgängerzonen und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie auf Märkten, Messen und Großveranstaltungen. Das große Problem beim Taschendiebstahl: Oft handelt es sich um professionelle, international reisende Täter. Das zeigt sich auch daran, dass der Großteil der Tatverdächtigen zum Tatzeitpunkt nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besaß. Das erschwert die Ermittlungsarbeit. Die Aufklärungsquote bei Taschendiebstahl betrug 2017 nur 6,4 Prozent und ist damit identisch zum Vorjahr.

Diebstahl von unbaren Zahlungsmitteln

Im Jahr 2017 gab es insgesamt 120.351 Fälle von Diebstahl unbarer Zahlungsmittel wie EC- oder Kreditkarten (2016: 140.907). Die Aufklärungsquote lag bei 8,3 Prozent (2016: 7,8 Prozent). Beim Betrug im unbaren Zahlungsverkehr werden EC- oder Kreditkarten gestohlen und beispielsweise beim elektronischen Lastschriftverfahren eingesetzt (ohne Nutzung der PIN-Nummer). Eine andere Betrugsmöglichkeit ist das Auslesen der Kartendaten sowie das Ausspähen der PIN-Nummer, etwa durch das „Skimming“ am Geldautomaten. Anschließend werden Kartendubletten erstellt, mit denen im Ausland mithilfe der PIN-Nummer Geld vom Konto des Opfers abgehoben wird. Im Jahr 2017 wurden 63.900 Fälle von Betrug bzw. Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel registriert – 2016 waren es noch 74.351. Ob sich tatsächlich weniger Fälle ereignet haben oder nur die Bereitschaft, solche Delikte anzuzeigen, gesunken ist, ist nicht nachvollziehbar. Da sich die Spuren der Täter im Internet relativ gut verfolgen lassen, liegt die Aufklärungsquote bei immerhin 34 Prozent. Die Entwicklung zeigt, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen Daten im Internet ist.

MW (26.10.2018)

Weitere Infos zum Thema Diebstahl / Betrug

Falsche Polizeibeamte und hohe Geldforderungen

Trickbetrüger haben dann die besten Erfolgschancen, wenn ihr Opfer...[mehr erfahren]

Wie man gefälschte Dokumente erkennt und überprüfen kann

Auf einem Tisch in der Urkundenprüfstelle bei der Polizei in...[mehr erfahren]

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Wer viel im Internet einkauft, kann bei seinen Zahlungen und...[mehr erfahren]

Fahrraddiebstahl-Prävention bei der Polizei Bremen

In Deutschland werden jedes Jahr über 300.000 Fahrraddiebstähle...[mehr erfahren]

Betrüger drängen im Urlaub auf Vertragsabschluss

Time-Sharing erscheint Vielen eine günstige Alternative zu...[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Beliebte Artikel zum Thema Diebstahl / Betrug

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.