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Über sechs Millionen Straftaten und mehr Tatverdächtige

Die amtlich registrierte Kriminalität in Deutschland nimmt weiter zu und steigt mit mehr als 6,3 Millionen Straftaten im Jahr 2015 auf den höchsten Stand seit Jahren. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Anstieg um vier Prozent. Die Aufklärungsquote lag mit 56,3 Prozent allerdings 1,4 Prozent höher als 2014 (54,9 Prozent). Diebstähle machen 2015 noch immer ca. 40 Prozent der Gesamtkriminalität aus – die Gesamtzahl ist auch in diesem Jahr wieder deutlich um 43.634 Fälle auf rund 2,48 Millionen angestiegen.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2015 vorgestellt


Bundesinnenminister lobt hervorragende Arbeit der Polizei

© Thomas Brugger, fotolia

 

Die amtlich registrierte Kriminalität in Deutschland nimmt weiter zu und steigt mit mehr als 6,3 Millionen Straftaten im Jahr 2015 auf den höchsten Stand seit Jahren. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Anstieg um vier Prozent. Die Aufklärungsquote lag mit 56,3 Prozent allerdings 1,4 Prozent höher als 2014 (54,9 Prozent). Diebstähle machen 2015 noch immer ca. 40 Prozent der Gesamtkriminalität aus – die Gesamtzahl ist auch in diesem Jahr wieder deutlich um 43.634 Fälle auf rund 2,48 Millionen angestiegen.

 

Auch die Anzahl der Tatverdächtigen lag mit 2.369.036 im Jahr 2015 entschieden höher als im Vorjahr (2014: 2.194.504). Fast die Hälfte hiervon (40,5 Prozent) sind Mehrfachtatverdächtige, das heißt, sie wurden im Berichtsjahr mehr als zweimal als Tatverdächtige polizeilich erfasst. Die Zahl tatverdächtiger Jugendlicher (14 bis unter 18 Jahre) bewegt sich mit 218.025 ermittelten Personen deutlich höher als im Vorjahr (2014: 190.352).

 

Bei Gewaltdelikten setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre leider nicht fort: Sie sind erstmals wieder leicht um 0,2 Prozent auf 181.386 Fälle gestiegen. Zurückzuführen ist diese Entwicklung in erster Linie auf die gestiegenen Fallzahlen bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung um 1,3 Prozent auf 127.395 (2014: 125.752). Erfreuliche Rückgänge gibt es 2015 jedoch bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung um 4,4 Prozent auf 7.022 Fälle, bei Mord und Totschlag um 2,9 Prozent auf 2.116 Fälle sowie bei Raubdelikten um 1,8 Prozent auf 44.666 Fälle.

Stark angestiegen ist 2015 vor allem die Zahl der Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz der EU (+157,5 Prozent auf 402.741 Fälle). Der „unerlaubte Aufenthalt“ ist um 170,1 Prozent auf 232.348 Fälle gestiegen (2014: 86.029); die „unerlaubte Einreise“ sogar um 210,2 Prozent auf 154.188 Fälle (2014: 49.714).

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