< Video: Einbruchschutz in Gewerbeimmobilien

Smarter Einbruchschutz für Betriebe

Ob Büro, Ladenlokal, Handwerks- oder Produktionsbetrieb bis hin zum Industriekomplex – kein Gewerbeobjekt ist vor einem Einbruch sicher. Oft entstehen Schäden, die die Versicherung nicht oder nur zum Teil übernimmt. Als Folge drohen den betroffenen Unternehmen Produktionsausfälle und Imageverlust. Zahlreiche gewerbliche Einbrüche könnten jedoch verhindert oder zumindest deren Schadenhöhe siginifikant reduziert werden, wenn die Firmeninhaber entsprechende Präventionsmaßnahmen ergreifen würden. Eine Lösung ist beispielsweise die Fernüberwachung mit Live-Ansprache der Täter.

Jaroslaw Domanski

Security Manager bei Europcar, FUENF6 GmbH/Joachim Stretz

Einbrecher nutzen jede Lücke

Wie gut das neue System funktioniert, zeigte sich für den Autovermieter erst vor kurzem wieder bei einem Einbruchversuch in deren Zentrale in Hamburg. Dort quetschte sich ein sehr schlanker Täter durch einen nur 30 cm breiten Ventilatorschacht. Der Alarm der Fernüberwachung wurde sofort ausgelöst und der Täter innerhalb von Sekunden angesprochen. Er war zwei Mal nicht in der Lage, das vereinbarte Kennwort zu nennen; dann wurde ihm mitgeteilt, dass die Polizei eingeschaltet wird. „Bei dem Wort „Polizei“ ist der Mann sofort geflüchtet“, so Domanski. „Weil alles so schnell ging, hatten wir durch den Einbruch keine Verluste. Es ist kein Mobiliar zerstört worden, unsere EDV wurde nicht angerührt und es wurde nichts gestohlen.“ In ganz Deutschland hat Europcar mittlerweile 200 Stationen mit einem solchen System ausgestattet. Pro Jahr finden zwischen 10 und 15 Einbruchversuche statt. „Wir haben eine sehr hohe Schadenverhinderungsquote“, freut sich Domanski. „In den meisten Fällen haben die Einbrecher, nachdem sie angesprochen wurden, sofort die Flucht ergriffen. Einige Täter konnten aber auch festgenommen werden, weil die Polizei so schnell vor Ort war.“ Er möchte die Fernüberwachung in seinen Filialen nicht mehr missen.

24 Stunden lang ein sicheres Gefühl

Auch für Rüdiger Schultz, Bauhofleiter beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz, ist die 24h-Live-Fernüberwachung ein großer Gewinn für seine Betriebsstätte in Husum. „Unser kompletter Werftbetrieb mit all seinen Einrichtungen, Schiffen, Spezialfahrzeugen und Werkstatteinrichtungen wird aus öffentlichen Mitteln finanziert und steht deshalb natürlich im Fokus der Öffentlichkeit“, erklärt Schultz. Allein im Überwachungsbereich sei die Betriebsstätte „Bauhof Husum“ mehr als 20 Millionen Euro wert. „Bevor wir das neue Fernüberwachungssystem installiert haben, haben wir unseren Betrieb durch ein ortsansässiges Sicherheitsunternehmen überwachen lassen, das in unregelmäßigen Zeitabständen mit nur einer Wachperson stichprobenartig Kontrollgänge durchgeführt hat“, so Schultz. „Leider kam es trotzdem immer wieder zu Diebstählen und Einbrüchen. Unser Betrieb liegt außerhalb der Stadt Husum direkt am Wasser, so dass Aktivitäten auf dem acht Hektar großen Gelände leicht unbemerkt bleiben.“ An der 24h-Live-Fernüberwachung schätzt der Bauhofleiter vor allem das Rund-um-die-Uhr-Sicherheitsgefühl, die sofortige Reaktionsmöglichkeit und die sehr gute Abschreckungswirkung für die Täter. „Wir nutzen das System bereits seit acht Jahren und hatten seitdem keinen einzigen Diebstahl. Alle Einbrüche sind im Versuchsstadium steckengeblieben.“
KL (28.10.2016)

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