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Smarter Einbruchschutz für Betriebe

Ob Büro, Ladenlokal, Handwerks- oder Produktionsbetrieb bis hin zum Industriekomplex – kein Gewerbeobjekt ist vor einem Einbruch sicher. Oft entstehen Schäden, die die Versicherung nicht oder nur zum Teil übernimmt. Als Folge drohen den betroffenen Unternehmen Produktionsausfälle und Imageverlust. Zahlreiche gewerbliche Einbrüche könnten jedoch verhindert oder zumindest deren Schadenhöhe siginifikant reduziert werden, wenn die Firmeninhaber entsprechende Präventionsmaßnahmen ergreifen würden. Eine Lösung ist beispielsweise die Fernüberwachung mit Live-Ansprache der Täter.

Smarter Einbruchschutz

24h-Live-Fernüberwachung verhindert Diebstähle in Echtzeit


Die 24h-Live-Fernüberwachung setzt auf das Prinzip der „Live-Täteransprache“.

© viappy, fotolia

 

Ob Büro, Ladenlokal, Handwerks- oder Produktionsbetrieb bis hin zum Industriekomplex – kein Gewerbeobjekt ist vor einem Einbruch sicher. Oft entstehen Schäden, die die Versicherung nicht oder nur zum Teil übernimmt. Als Folge drohen den betroffenen Unternehmen Produktionsausfälle und Imageverlust. Zahlreiche gewerbliche Einbrüche könnten jedoch verhindert oder zumindest deren Schadenhöhe siginifikant reduziert werden, wenn die Firmeninhaber entsprechende Präventionsmaßnahmen ergreifen würden. Eine Lösung ist beispielsweise die Fernüberwachung mit Live-Ansprache der Täter.

Rundumschutz aus einer Hand

Das Konzept der Fernüberwachung bieten bereits einige Sicherheitsunternehmen ihren Kunden für Büros, Gewerbeobjekte, Industriegelände und Privatimmobilien an. Die meisten Systeme funktionieren dabei auf den ersten Blick nicht anders als eine klassische Überwachungsanlage: Eine externe Servicezentrale oder ein Wachdienst werden alarmiert. Sie müssen den Einbruch verifizieren, bevor die Polizei gerufen werden darf. Dadurch vergeht viel Zeit und der Einbrecher verursacht Vandalismusschäden, indem er versucht, Türen oder Fenster aufzubrechen. Ist er erst einmal im Inneren des Objektes, zerstört der Täter häufig wertvolles Inventar und sammelt genau die kostbare Beute, die eigentlich vor dem Zugriff der Kriminellen geschützt sein sollte.
Die 24h-Live-Fernüberwachung setzt hingegen auf einen wirkungsvollen Schreckmoment durch die „Live-Täteransprache“. Auf diese Weise können Diebstahl- und Vandalismusschäden unmittelbar und in Echtzeit verhindert werden. Die Idee dahinter: Sobald ein Täter eine Lichtschranke, einen Wärmebildsensor, ein Infrarotsignal oder ein Mikrofon auslöst, analysieren Wachleute in der Notruf-Servicezentrale die Bild- oder Tonsignale vom Einbruch. Der Wachhabende greift anschließend lautstark über eine aufgeschaltete Sprachverbindung ins Geschehen ein und spricht den Täter direkt an. Da sich der Einbrecher nicht mit dem Kennwort, das mit dem Betrieb vereinbart wurde, identifizieren kann, wird sofort eine Alarmkette in Gang gesetzt und die Polizei eingeschaltet. Die Schadenverhinderungsquote ist hoch: Durch diesen eindrucksvollen „Schreckmoment“ werden weitaus mehr Diebe und Einbrecher in die Flucht geschlagen als bei herkömmlichen Sicherheitslösungen.

Im Jahr 2015 registrierte die Polizei bundesweit insgesamt 523.037 Ladendiebstähle sowie Diebstähle aus Dienst-, Büro- und Lagerräumen. Jedes Jahr verursachen Einbrecher Schäden in Höhe von mehr als 300 Millionen Euro in Betrieben, Praxen und Firmenbüros. Die Aufklärungs- und Verurteilungsquoten bewegen sich weiterhin auf einem extrem niedrigen Niveau. Entsprechend wächst bei Gewerbetreibenden der Wunsch nach effektiveren Sicherheitsmaßnahmen.

Kosten für Polizeieinsätze sparen

Jaroslaw Domanski arbeitet seit 17 Jahren als Security Manager bei Europcar, einem der größten Mietwagenunternehmen Deutschlands. Da er die bis dato eingesetzten Sicherheitssysteme als nicht ausreichend empfand, entschied er sich schon kurz nach Beginn seiner Tätigkeit dazu, eine 24h-Live-Fernüberwachung installieren zu lassen. „Als einer der führenden Autovermieter betreiben wir hunderte Stationen in ganz Deutschland. Da wir dort unter anderem die Schlüssel für unsere Fahrzeugflotten aufbewahren, die auf den Parkplätzen stehen, sind unsere Filialen für Einbrecher besonders lukrativ“, so der Sicherheitschef. Zwar befänden sich die Fahrzeugschlüssel nachts in abgesicherten Tresoren. Diese Schutzmaßnahme reiche dem Unternehmen jedoch nicht aus. „Mit der 24h-Live-Fernüberwachung fühlen wir uns einfach sicherer und können nachts ruhig schlafen.“ Bevor der Autovermieter das System in Betrieb nahm, hat Europcar viele verschiedene Überwachungssysteme durchgetestet. „Wir hatten damals 20 bis 25 Anlagen unterschiedlichster Anbieter, die überwiegend mit einer Sirene ausgestatten waren. Die mögen vielleicht eine kleine Abschreckung für Gelegenheitskriminelle sein. Aber für die Täter, die sich damit auskennen, sind solche Anlagen kein Hindernis.“ Ein großer Vorteil der neuen 24h-Live-Fernüberwachung sind für Domanski auch die eingesparten Polizeieinsatzkosten. „In der Vergangenheit gab es sehr viele Polizeieinsätze, weil Mitarbeiter entweder vergaßen, den PIN der Überwachungsanlage freizuschalten, oder weil Putzkräfte versehentlich eine Sirene ausgelöst haben“, erinnert sich Domanski. „Seitdem wir das neue System nutzen, hatten wir keine hohe Einsatzrechnung der Polizei mehr auf dem Tisch.“

Jaroslaw Domanski

Security Manager bei Europcar, FUENF6 GmbH/Joachim Stretz

Einbrecher nutzen jede Lücke

Wie gut das neue System funktioniert, zeigte sich für den Autovermieter erst vor kurzem wieder bei einem Einbruchversuch in deren Zentrale in Hamburg. Dort quetschte sich ein sehr schlanker Täter durch einen nur 30 cm breiten Ventilatorschacht. Der Alarm der Fernüberwachung wurde sofort ausgelöst und der Täter innerhalb von Sekunden angesprochen. Er war zwei Mal nicht in der Lage, das vereinbarte Kennwort zu nennen; dann wurde ihm mitgeteilt, dass die Polizei eingeschaltet wird. „Bei dem Wort „Polizei“ ist der Mann sofort geflüchtet“, so Domanski. „Weil alles so schnell ging, hatten wir durch den Einbruch keine Verluste. Es ist kein Mobiliar zerstört worden, unsere EDV wurde nicht angerührt und es wurde nichts gestohlen.“ In ganz Deutschland hat Europcar mittlerweile 200 Stationen mit einem solchen System ausgestattet. Pro Jahr finden zwischen 10 und 15 Einbruchversuche statt. „Wir haben eine sehr hohe Schadenverhinderungsquote“, freut sich Domanski. „In den meisten Fällen haben die Einbrecher, nachdem sie angesprochen wurden, sofort die Flucht ergriffen. Einige Täter konnten aber auch festgenommen werden, weil die Polizei so schnell vor Ort war.“ Er möchte die Fernüberwachung in seinen Filialen nicht mehr missen.

24 Stunden lang ein sicheres Gefühl

Auch für Rüdiger Schultz, Bauhofleiter beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz, ist die 24h-Live-Fernüberwachung ein großer Gewinn für seine Betriebsstätte in Husum. „Unser kompletter Werftbetrieb mit all seinen Einrichtungen, Schiffen, Spezialfahrzeugen und Werkstatteinrichtungen wird aus öffentlichen Mitteln finanziert und steht deshalb natürlich im Fokus der Öffentlichkeit“, erklärt Schultz. Allein im Überwachungsbereich sei die Betriebsstätte „Bauhof Husum“ mehr als 20 Millionen Euro wert. „Bevor wir das neue Fernüberwachungssystem installiert haben, haben wir unseren Betrieb durch ein ortsansässiges Sicherheitsunternehmen überwachen lassen, das in unregelmäßigen Zeitabständen mit nur einer Wachperson stichprobenartig Kontrollgänge durchgeführt hat“, so Schultz. „Leider kam es trotzdem immer wieder zu Diebstählen und Einbrüchen. Unser Betrieb liegt außerhalb der Stadt Husum direkt am Wasser, so dass Aktivitäten auf dem acht Hektar großen Gelände leicht unbemerkt bleiben.“ An der 24h-Live-Fernüberwachung schätzt der Bauhofleiter vor allem das Rund-um-die-Uhr-Sicherheitsgefühl, die sofortige Reaktionsmöglichkeit und die sehr gute Abschreckungswirkung für die Täter. „Wir nutzen das System bereits seit acht Jahren und hatten seitdem keinen einzigen Diebstahl. Alle Einbrüche sind im Versuchsstadium steckengeblieben.“
KL (28.10.2016)

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