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Diebstahl medizinischer Geräte

Im März 2018 erhob die Staatsanwaltschaft Trier Anklage gegen zwei Männer aus Kolumbien. Der Vorwurf: schwerer Bandendiebstahl. Sie sollen in mehreren Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz medizinische Geräte gestohlen und über Komplizen in Südamerika verkauft haben. Dieses Beispiel ist kein Einzelfall. Seit 2015 haben es Kriminelle verstärkt auf teure Medizintechnik abgesehen, vor allem auf Geräte zur Endoskopie, wie das Bundeskriminalamt (BKA) berichtet. Der bisher bekannte Schaden liegt bundesweit bei mindestens 25 Millionen Euro. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen sollten sich daher mit präventiven Schutzmaßnahmen gegen solche Diebstähle absichern.

Wie können sich Krankenhäuser schützen?


Meist haben es die Täter auf hochwertige Endoskope abgesehen

© okrasyuk, Adobe Stock

Im März 2018 erhob die Staatsanwaltschaft Trier Anklage gegen zwei Männer aus Kolumbien. Der Vorwurf: schwerer Bandendiebstahl. Sie sollen in mehreren Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz medizinische Geräte gestohlen und über Komplizen in Südamerika verkauft haben. Dieses Beispiel ist kein Einzelfall. Seit 2015 haben es Kriminelle verstärkt auf teure Medizintechnik abgesehen, vor allem auf Geräte zur Endoskopie, wie das Bundeskriminalamt (BKA) berichtet. Der bisher bekannte Schaden liegt bundesweit bei mindestens 25 Millionen Euro. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen sollten sich daher mit präventiven Schutzmaßnahmen gegen solche Diebstähle absichern.

Wie gehen die Täter vor?

Nach aktuellem Kenntnisstand des BKA handelt es sich bei den Tätern in der Regel um organisierte Gruppen, die arbeitsteilig vorgehen. Grundsätzlich kann jede Person infrage kommen. Auch schwangere Frauen sind bei solchen Delikten schon als Mittäter aufgefallen. Wie bei Einbruchdiebstahl üblich, kommen die Diebe meist dann, wenn sie möglichst unbeobachtet sind. Krankenhäuser in Stadtrandlagen werden daher eher am Wochenende ausspioniert und bestohlen. Einrichtungen in belebten Innenstadtlagen hingegen unter der Woche. Häufig kommen die Täter in den Abend- und Nachtstunden, wenn weniger Personal vor Ort ist beziehungsweise die stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten schlafen. Sind die Räume, in denen sich die Geräte befinden, abgesperrt, wird sich Zugang verschafft, etwa durch Aufhebeln oder Aufbohren. Der Tatort wird anschließend über Flucht- und Rettungswege verlassen. Besonders dreiste Diebe nutzen aber auch die regulären Ein- und Ausgänge. Um möglichst unauffällig davonzukommen, transportieren sie das Diebesgut in Rucksäcken, Reisetaschen, Koffern oder Kisten.

Verhaltenstipps für Einrichtungen und Beschäftige

Das Bundeskriminalamt gibt folgende Empfehlungen:

  • Informieren Sie die Beschäftigten in Ihrer Einrichtung, damit sie für solche Fälle sensibilisiert sind.
  • Schließen Sie Räume mit medizinischer Ausstattung bei Nichtnutzung ab.
  • Lagern Sie hochwertige Medizintechnik möglichst in gesicherten Schränken, wenn sie nicht gebraucht wird.
  • Lassen Sie Besucher sowie Patientinnen und Patienten nicht in Räumen mit endoskopischen Geräten alleine, selbst wenn diese vertrauenswürdig wirken.
  • Achten Sie auf fremde Personen, die sich auffällig für Geräte interessieren.
  • Achten Sie auf fremde Personen, die sich in Bereichen aufhalten, die für Dritte nicht vorgesehen sind.
  • Achten Sie auf fremde Personen, die Taschen, Kartons oder ähnliches transportieren und dies im Widerspruch zu den üblichen Abläufen steht.
  • Verständigen Sie umgehend die Polizei, wenn Sie den Verdacht haben, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte.
  • Fällt Ihnen ein verdächtig wirkendes Fahrzeug auf, merken Sie sich nach Möglichkeit Kennzeichen, Marke, Modell, Farbe sowie die Fluchtrichtung.
  • Merken Sie sich prägnante Merkmale einer verdächtig wirkenden Person (z. B. Kleidung, Haarfarbe, besondere körperliche Merkmale).
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