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Hausgemachtes Risiko

In Deutschland sterben jährlich fast doppelt so viele Menschen im Haushalt wie im Straßenverkehr. Vor allem Stürze sind gefährlich: Wasserlachen, lose Kabel oder Türschwellen werden leicht zu Stolperfallen.

Augen auf in den eigenen vier Wänden!

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt

© p!xel 66, fotolia

 

In Deutschland sterben jährlich fast doppelt so viele Menschen im Haushalt wie im Straßenverkehr. Vor allem Stürze sind gefährlich: Wasserlachen, lose Kabel oder Türschwellen werden leicht zu Stolperfallen.

 

In den meisten Fällen gehen schwere Verletzungen im Haushalt auf Unachtsamkeit zurück. Weil sich Menschen in den eigenen vier Wänden besonders sicher fühlen, verlieren sie den Blick für die Risiken des Alltags – teilweise mit fatalen Folgen. Zwar gehen die meisten Missgeschicke verhältnismäßig glimpflich aus, dennoch sterben laut Erhebungen des Statistischen Bundesamts jedes Jahr weit über 7.500 Menschen an den Folgen von Haushaltsunfällen. Eine der häufigsten Ursachen sind Stürze: Vor allem ältere Menschen und kleine Kinder verletzen sich durch Stolperfallen wie verrutschte Teppiche, lose Kabel oder übersehene Türschwellen. Abhilfe schaffen ein paar simple, aber wirkungsvolle Vorsichtsmaßnahmen: Teppiche lassen sich beispielsweise gut durch rutschfeste Netzunterlagen sichern und Kabelkanäle entlang der Fußleisten verhindern, dass Leitungen den Weg blockieren. Türschwellen, die lediglich aus optischen Gründen angebracht sind, sollten dagegen komplett entfernt werden – sie stellen ein unnötiges Risiko dar. Um Sturzunfälle auf Treppen oder Stufen zu verhindern, eignen sich Ausstattungen mit Trittleisten und griffsicheren Geländern oder Handgriffen.

Gefahren aus Kinderaugen sehen

Eine klassische Sturzfalle für Kinder ist das Hochbett. Im Eifer des Spiels kann der Nachwuchs leicht hinunterstürzen, daher sollte das Bett über eine ausreichend hohe Brüstung verfügen. Schränke und Regale sollten möglichst fest an der Wand verankert werden – sie können dann nicht überraschend nach vorne kippen, wenn ein Kind versucht, sich daran hochzuziehen. Eine außergewöhnliche, aber wirkungsvolle Methode, um Sicherheitsmängel im eigenen Zuhause zu finden, ist es, sich in die Perspektive eines kleinen Kindes zu begeben. Wer krabbelnd oder auf den Knien die eigene Wohnung erkundet, entdeckt schnell potentielle Gefahrenquellen. Dazu gehören ungesicherte Steckdosen, spitze Möbelkanten oder weit herunterhängende Tischdecken – alles Dinge, die aus Kinderaugen verlockend aussehen, aber ein großes Unfallrisiko darstellen. Hat man die Gefahr erkannt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Risiko zu minimieren: Für Steckdosen werden Kindersicherungen angeboten, die einfach zu montieren sind. Möbelstücke mit spitzen Kanten können mit Kantenschutzaufsätzen ausgestattet werden. Kleinkinder ziehen sich häufig an etwas hoch. Daher sollte man unbedingt darauf achten, dass ihnen nicht von oben etwas auf den Kopf fallen kann, wenn sie etwa eine Decke von einem Tisch herunterreißen.

Das Messer – eine Gefahrenquelle für Kinder

© Tanja Jäckel, fotolia

Stuhl statt Leiter

Für Erwachsene sind im Haushalt vor allem „Über-Kopf-Arbeiten“ gefährlich. Wer beim Fensterputzen auf dem Sims oder beim Glühbirnenwechsel auf schmalen Leiterstufen balanciert, kann schnell das Gleichgewicht verlieren und stürzen. Wann immer es möglich ist, sollten solche oder ähnliche Aufgaben deshalb auf stabilen Stühlen oder Tischen durchgeführt werden. Rutschhemmende Gummikappen unter Stuhl- und Tischbeinen verringern das Risiko einer gefährlichen Wackelpartie zusätzlich. Wer am Einsatz einer Leiter nicht vorbeikommt, sollte darauf achten, dass das Modell vom TÜV geprüft wurde – nur dann ist ein sicherer Stand auch wirklich gewährleistet. Hohe Rutschgefahr besteht auch im Badezimmer. Handgriffe neben Toilette, Dusche und Badewanne helfen dabei, Ausrutscher zu vermeiden. Außerdem bringen rutschfeste Teppiche und Gummimatten in Badewanne und Dusche zusätzliche Stabilität. Ganz wichtig: Elektrische Geräte haben am Badewannen- oder Waschbeckenrand absolut nichts zu suchen. Wer in den eigenen vier Wänden Heimwerkerarbeiten verrichtet, sollte zudem darauf achten, Reparaturen nur durchzuführen, wenn die Sicherung abgeschaltet ist. Im Zweifel sollte man das Hantieren an Steckdosen, Schaltern und Kabeln den Fachleuten überlassen.

Vorsicht in der Küche

Auch vermeintlich einfach zu bedienende Küchenmaschinen sollten mit äußerster Vorsicht verwendet werden. Ob Brotschneidemaschine, Mixer, Fritteuse oder Wasserkocher – die wichtigste Regel heißt: Niemals in ein laufendes Gerät greifen. Achten Sie beim Kauf zudem auf Qualität. Ein aussagekräftiges Gütesiegel ist beispielsweise das GS-Zeichen. Es steht für geprüfte Sicherheit und wird nur durch zertifizierte Prüfstellen verliehen. Beim Kochen sollte darauf geachtet werden, dass lange und scharfe Messer für Kinder unzugänglich bleiben und bei anderen Tätigkeiten außer dem Schneiden aus der Hand gelegt werden. Pfannen mit heißem Öl sollten außerdem immer vom Herd genommen werden, sobald man die Küche verlässt. Heißes Bratfett ist eine der Hauptursachen für Wohnungsbrände und kann bei einer Fettexplosion zu schwersten Hautverbrennungen führen. Die Fettspritzer machen Küchenfliesen außerdem zu einer spiegelglatten Fläche mit hoher Sturzgefahr. Generell besteht beim Umgang mit heißen Flüssigkeiten immer die Gefahr, sich zu verbrühen. Was für Erwachsene schon schlimme Folgen haben kann, ist für Kleinkinder und Säuglinge unter Umständen lebensbedrohlich: Schon Temperaturen um 50 Grad können bei Säuglingen und Kleinkindern zu Verbrühungen führen; der Inhalt einer Tasse Tee reicht aus, um 30 Prozent der Körperoberfläche eines Säuglings zu schädigen. Eltern sollten deshalb nicht nur beim Kochen sehr aufmerksam sein, sondern auch beim Konsum von heißen Getränken oder Speisen. Sie sollten darauf achten, dass Kleinkinder nicht durch umgekippte oder heruntergefallene Tassen oder Teller mit heißen Substanzen in Berührung kommen. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, Kleinkinder niemals in einem Raum mit gedecktem Esstisch alleine zu lassen.

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