< Brandschutz: So handeln Sie richtig

Technische Tipps beim Einbruchschutz

Durch eine gute mechanische Sicherung von Fenstern und Türen erschweren Sie Einbrechern den Erfolg. Alarm- und Videoanlagen sowie Bewegungsmelder bieten zusätzliche Möglichkeiten der Überwachung. Doch nicht jede technische Lösung macht für jeden Mieter oder Eigentümer Sinn.

Überwachungskameras sind Anwesenheitsmelder

© Jürgen Flächle, fotolia

Fenstergitter

Gitter sind eine gute Methode, um Fenster zu sichern. Sie sind die einzige von Versicherungen anerkannte Variante, wenn ein Fenster bei einem Einbruch auf Kipp gestanden hat. Besonders für das Gäste-WC oder das Badezimmer kann ein Gitter eine gute Sicherungsmöglichkeit darstellen.

Sichere Türen

Wesentliche Sicherheitsmerkmale an Türen sind:

  • ein stabiles Türblatt
  • ein besonders befestigter Rahmen
  • ein spezielles Schließsystem, oft Mehrfachverriegelung
  • ein Schutzbeschlag mit Ziehschutz oder mit ziehgeschützem Zylinder
  • eine Bändersicherung

Kellertüren und -fenster

Es gibt sehr effektiv sichernde Gitterroste mit entsprechenden Spezialsicherungen: Die Platten werden dann so montiert, dass der Rahmen des Gitters nicht angreifbar ist und sie werden dann mit Ketten im Mauerwerk der Fensterleibung verankert.

Gitter mit Rollkern sind ebenfalls eine sichere Sache. Dabei besteht das Gitter aus Rohren, die in das Mauerwerk eingelassen werden. Im Innern der Rohe befinden sich Metall-Rundstäbe. Da diese Stäbe lose im Rohr liegen, drehen sie sich mit, wenn jemand versucht, es zu zersägen. Gitter mit Rollkernen sollten aber nicht genutzt werden, wenn Tiefparterre- oder Kellerräume auch als Wohnräume genutzt werden. Denn wo man schlecht herein kommt, haben Sie, wenn es mal zu einem Brand kommen sollte, auch keinerlei Möglichkeiten, wieder heraus zu kommen. Diese Art der Sicherung lässt sich besser mit Schlössern erreichen, die nur von innen zu betätigen sind. So können Sie die Türen und Fenster sogar ohne Schlüssel von innen aufmachen und haben dann immer noch einen Fluchtweg off

Kellerabgang

Wenn der Täter einen Kellerabgang hinunter geht, ist er für die Blicke Dritter verschwunden. Man kann dort eine DIN-geprüfte Tür der Widerstandsklasse 2 mit Bandseitensicherung und Mehrfachverriegelung einsetzen – oder noch besser eine nach außen aufgehende Tür. Dann kann ein Täter nur zu sich hin hebeln.

Die Widerstandsklassen nach der DIN-Norm

In der DIN-Norm V ENV 1627 werden die Fenster und Türelemente in sechs Widerstandsklassen unterteilt. Ab der Widerstandsklasse 2 erreicht man einen sehr guten Schutz gegen Gelegenheitstäter. Alles, was über die Widerstandsklasse 3 hinausgeht, ist für den Privatbereich allerdings viel zu schwer, zu teuer und zu aufwändig.

Bei DIN-geprüften Fenstern oder Türen sind Rahmen, Glas und Griff aufeinander abgestimmt. Sie erhalten eine Kopie des Prüfzeugnisses und der Fensterbauer muss Ihnen eine Bescheinigung ausstellen, dass er das Fenster oder die Tür entsprechend der DIN-Norm eingebaut hat. Das hat den Charakter einer kleinen Garantie-Erklärung.

DIN-geprüfte Fenster sind relativ teuer, weil sie Verbunds-Sicherheitsglas enthalten. Wem das zu teuer ist, der sollte aber mindestens Beschläge wie bei DIN-geprüften Fenstern sowie einen abschließbaren Griff einbauen. Bei Terrassen- oder Balkontüren ist das die günstigste und effektivste Variante.

Professionelle Hilfe beim Einbruchschutz

Auf unserem Portal finden Sie Unternehmen, die mechanische und elektronische Sicherheitstechnik anbieten. Dazu haben wir eine Datenbank mit Fachanbietern für den Einbruchsschutz aufgebaut, die Ihnen bei der Sicherung Ihrer Wohnung / Ihres Hauses oder aber auch Ihres Firmensitzes behilflich sein können.

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