Sie sind hier >  /  /  
< Mobbing am Arbeitsplatz

Doping im Job

Befristete Anstellungen, Konkurrenzkampf, Leistungsdruck: Immer mehr Menschen versuchen dem Stress am Arbeitsplatz mit Medikamenten beizukommen.

Pillen für mehr Leistung


Studien besagen, dass Menschen Arzneimittel dazu verwenden, um im Arbeitsalltag leistungsfähiger zu sein

© Gina Sanders, fotolia

 

Befristete Anstellungen, Konkurrenzkampf, Leistungsdruck: Immer mehr Menschen versuchen dem Stress am Arbeitsplatz mit Medikamenten beizukommen.

Leistung steigern mit Hirndoping

Viele Menschen haben beruflich Zeitdruck und leiden unter den hohen Anforderungen an Flexibilität. Der Griff zur Zigarette, zu Kaffee oder Alkohol, um sich besser konzentrieren zu können, wach zu bleiben oder sich zu entspannen, ist gesellschaftlich weit verbreitet. Erst seit einigen Jahren ist wissenschaftlich erforscht, dass Berufstätige zur Leistungssteigerung auch zu verschreibungspflichtigen und illegalen Substanzen. Dabei überschätzen sie die Wirksamkeit der Substanzen stark und unterschätzen gleichzeitig gefährliche Nebenwirkungen der Pillen. Das belegen Studienergebnisse. Welche Mittel eingenommen werden, ist unterschiedlich. Zu ihnen gehören:

  • Antidepressiva
  • Betablocker
  • Koffeintabletten
  • Gingko biloba
  • Amphetamine
  • Kokain

Beim „pharmakologischen Neuro-Enhancement“ (pNE) werden verschreibungspflichtige psychoaktiven Substanzen verwendet, ohne dass es eine medizinische Indikation gibt. Gesunde Menschen nehmen also Tabletten zur reinen Leistungssteigerung ein. Die Bandbreite reicht von Medikamenten gegen Gedächtnisstörungen über ADHS bis hin zu Depressions-Arzneien. Die Möglichkeit, weltweit im Internet einzukaufen, erleichtert den illegalen Bezug rezeptpflichtiger Medikamente. Mit der Einnahme wollen Berufstätige sich auf Knopfdruck an äußere Anforderungen wie Stresssituationen anpassen. Das psychische Wohlbefinden soll verbessert, Ängste und Nervosität sollen gelindert und die Belastbarkeit gesteigert werden. Wer „Hirndoping“ betreibt, greift aber auch zu illegalen Substanzen wie etwa Kokain. Unterschätzt werden dabei meist gefährliche Nebenwirkungen.

Seite: 1 2 3 weiter >>

Weitere Infos zum Thema Gewalt in der Gesellschaft

Prävention, Achtsamkeit und Fortbildung

Immer wieder gibt es Angriffe mit Messern auf Polizisten. Viele Täter...[mehr erfahren]

„Die Opfer sind oft wehrlos!“

Im Alter sind viele Menschen vermehrt auf die Hilfe anderer...[mehr erfahren]

„In Sachen Prävention und Aufklärung am Ball bleiben!“

Auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde sollen über...[mehr erfahren]

Die Arbeit der Polizei bei Demonstrationen

In Deutschland hat jeder das Recht zu demonstrieren. Doch dieses...[mehr erfahren]

Runder Tisch „Lebenswerter öffentlicher Raum“

Besonders attraktive Innenstädte haben mit nächtlichem Lärm,...[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Audio Podcast

Hier finden Sie weitere Podcasts

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Beliebte Artikel zum Thema Gewalt in der Gesellschaft

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.