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Hells Angels gegen Bandidos

Hells Angels, Bandidos, Gremium oder Mongols: Diese Motorradclubs zählen zu den in Deutschland bekannten Outlaw Motorcycle Gangs (OMCG oder OMC), umgangssprachlich auch als „Rocker“ bezeichnet. Von einer unbedenklichen Gruppe freiheitsliebender Hobby-Biker sind sie weit entfernt. Die meist international organisierten Clubs sind Teil der Organisierten Kriminalität und in Drogengeschäfte, Waffenschieberei sowie in Geldwäsche oder Menschenhandel verwickelt. Oft kommt es auch zu aggressiven Machtkämpfen zwischen Rockergruppen, um das eigene Einflussgebiet zu verteidigen – wenn es sein muss, auch durch Mord und Totschlag. Die OMCGs, die auch als „1-Prozenter“ bezeichnet werden, sehen sich selbst als „Outlaws“, also als Gesetzlose. Sie lehnen das bestehende Rechtssystem ab.

Rockerbanden gehören zur Organisierten Kriminalität

Für die Mitglieder von Rockergruppen gilt Motorradpflicht

© Otto Durst, fotolia

 

Hells Angels, Bandidos, Gremium oder Mongols: Diese Motorradclubs zählen zu den in Deutschland bekannten Outlaw Motorcycle Gangs (OMCG oder OMC), umgangssprachlich auch als „Rocker“ bezeichnet. Von einer unbedenklichen Gruppe freiheitsliebender Hobby-Biker sind sie weit entfernt. Die meist international organisierten Clubs sind Teil der Organisierten Kriminalität und in Drogengeschäfte, Waffenschieberei sowie in Geldwäsche oder Menschenhandel verwickelt. Oft kommt es auch zu aggressiven Machtkämpfen zwischen Rockergruppen, um das eigene Einflussgebiet zu verteidigen – wenn es sein muss, auch durch Mord und Totschlag. Die OMCGs, die auch als „1-Prozenter“ bezeichnet werden, sehen sich selbst als „Outlaws“, also als Gesetzlose. Sie lehnen das bestehende Rechtssystem ab.

Rockerkriminalität

Nach polizeilicher Erfahrung ziehen Rockergruppierungen in der Regel ein bestimmtes Klientel an, häufig schlecht ausgebildete junge Männer. Etwa die Hälfte der 35 Verfahren, die 2016 gegen deutsche Rockergruppierungen geführt wurden, stand in Zusammenhang mit dem Handel oder Schmuggel von Drogen. Das geht aus dem Bundeslagebild Organisierte Kriminalität hervor. In mehr als einem Drittel der Fälle wurde wegen Gewaltkriminalität ermittelt, wozu Erpressung und Tötungsdelikte zählen. Die Hells Angels gerieten dabei besonders häufig ins Visier der Sicherheitsbehörden: 28 Verfahren richteten sich gegen Anhänger dieser wohl bekanntesten Rockergruppe. In fünf Fällen wurde gegen Bandidos-Mitglieder ermittelt, in neun weiteren gegen Anhänger anderer Clubs. So wurde beispielsweise im Juni 2016 ein ehemaliger Anführer der Mongols zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, da er im Besitz von Waffen und größeren Mengen Kokain war. Neben kriminellen Betätigungsfeldern erschließen sich die Rocker jedoch auch legale Geschäftsbereiche, um ihre finanziellen Gewinne und ihren Einfluss zu steigern, oder um Geldwäsche zu betreiben. Typisch sind Wach- und Sicherheitsdienste, der Gastronomiebereich sowie Tattoo-Studios. Ähnlich organisiert wie die Rocker sind rockerähnliche Gruppierungen, wie die United Tribunes, die Osmanen Germania und die Black Jackets. Der größte Unterschied besteht in der fehlenden Motorradpflicht – was sie nicht weniger gefährlich macht. Beispielsweise wurde ein Heidenheimer „Black Jacket“ im Februar 2017 zu 13 Jahren Haft verurteilt. Er hatte einen Ulmer „United Tribune“ erschossen und dessen Bruder schwer verletzt.

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