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Polizeiliche Kriminalstatistik 2017

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) gibt Aufschluss über Straftaten, die im Laufe des Jahres von der Polizei erfasst wurden. Danach ist die Zahl 2017 mit 5.761.984 Taten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken – um 9,6 Prozent.

Weniger Wohnungseinbruch und Taschendiebstahl

Die Polizei hat im Jahr 2017 mehr als 2,1 Millionen Tatverdächtige ermittelt

© nito/stock.adobe.com 

 

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) gibt Aufschluss über Straftaten, die im Laufe des Jahres von der Polizei erfasst wurden. Danach ist die Zahl 2017 mit 5.761.984 Taten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken – um 9,6 Prozent.

Insgesamt sind 5.761.984 Fälle in der PKS 2017 erfasst. Das Diagramm zeigt den Anteil der verschiedenen Straftaten an der Gesamtmenge.

© PKS 2017

Diebstahl und Betrug

Mehr als 5,7 Millionen Straftaten wurden 2017 in Deutschland begangen. Diebstähle sind die häufigsten Delikte. Mit 2.092.994 Fällen machen sie rund 36 Prozent der registrierten Straftaten aus. Die gute Nachricht: Trotz der hohen Fallzahlen ist die Diebstahlskriminalität im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 Prozent gesunken. Nahmen beispielsweise die Wohnungseinbruchdiebstähle seit 2008 kontinuierlich zu, ging die Zahl im Jahr 2016 zum ersten Mal wieder zurück (-9,5 Prozent). 2017 war der Rückgang sogar noch deutlicher (-23 Prozent). Im Laufe des Jahres wurden 116.540 Wohnungseinbruchdiebstähle zur Anzeige gebracht. Auch der Anteil vollendeter Einbrüche, bei denen es also nicht nur bei dem Versuch bleibt, sinkt seit Jahren. Nach Einschätzung der Behörden hängt das vor allem mit der Verbesserung der Sicherungsmaßnahmen zusammen. Dadurch zeigt sich einmal mehr: Eine effektive Sicherung sollte in jedem Haushalt installiert sein. Denn mit 17,8 Prozent ist die Aufklärungsquote relativ gering.

Doch man sollte sich nicht nur vor Einbrechern in Acht nehmen, sondern auch vor Taschendieben. Zwar sank die Zahl der angezeigten Fälle, dennoch wurden 2017 insgesamt immer noch 127.376 Taschendiebstähle zur Anzeige gebracht.

Rein statistisch sind Betrüger den Dieben dicht auf den Fersen: Etwa 15,8 Prozent aller Straftaten waren betrügerischer Natur. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Fälle 2017 sogar leicht gestiegen, auf 910.352 (+1,3 Prozent). 187.100 Delikte wurden unter Nutzung des Internets begangen. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle ist im Vergleich zu den Diebstahlsdelikten mit mehr als 73 Prozent hoch.

Wirtschaftskriminalität

Mit einem Anstieg von 28,7 Prozent hat die Wirtschaftskriminalität 2017 deutlich zugenommen (74.070 Fälle). Der Grund ist nach Einschätzung des BKA ein komplexes Ermittlungsverfahren mit zahlreichen Einzeldelikten in Sachsen. Jedoch ist auch immer zu bedenken, dass die Fallzahlen in diesem Bereich grundsätzlich starken Schwankungen unterliegen. Denn sie resultieren aus dem Abschluss von zum Teil mehrjährigen Ermittlungsverfahren mit einer Vielzahl von geschädigten Personen. Dies trifft insbesondere auf Fälle von „Kapitalanlagebetrug“ und „Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen“ zu.

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