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Polizeiliche Kriminalstatistik 2018

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) gibt Aufschluss über Straftaten, die im Laufe des Jahres von der Polizei erfasst wurden. Danach ist die Zahl 2018 mit 5.555.520 Taten im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken – um 3,6 Prozent.

Wirtschaftskriminalität

Mit einem Rückgang von 31,8 Prozent hat die Wirtschaftskriminalität 2018 deutlich abgenommen (50.550 Fälle). Zum Vergleich: 2017 gab es noch einen Anstieg um 28,7 Prozent auf 74.070 Taten. Dies beweist einmal mehr, dass die Fallzahlen in diesem Bereich regelmäßig starken Schwankungen unterliegen. Denn sie resultieren aus dem Abschluss von zum Teil mehrjährigen Ermittlungsverfahren mit einer Vielzahl von geschädigten Personen. Dies trifft insbesondere auf Fälle von „Kapitalanlagebetrug“ und „Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen“ zu.

Körperliche Gewalt

Die von 2009 bis 2014 rückläufige Gewaltkriminalität stieg zwischen 2015 und 2016 kurzfristig an. Im Jahr 2017 ist die Zahl wieder leicht zurückgegangen (188.946 Fälle), im Jahr 2018 erneut auf 185.377 Fälle. Rückläufig sind dabei, wie schon in den beiden Jahren zuvor, insbesondere Raubdelikte (-5,4 Prozent, 36.756 Fälle), aber auch die gefährliche und schwere Körperverletzung (-0,2 Prozent, 136.727 Fälle). Auch kam es insgesamt zu weniger Tötungsdelikten. Hier ist jedoch festzustellen: Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen haben einen geringen Anteil an den insgesamt verübten Straftaten. „Straftaten gegen das Leben“ werden verhältnismäßig selten begangen (2.471 Fälle). Gleiches gilt für Vergewaltigung und sexuelle Nötigung: Mit 9.234 registrierten Delikten fällt ihr Anteil an den 2018 verübten Straftaten gering aus. Die in der Definition „Gewaltkriminalität“ nicht enthaltene, vorsätzliche einfache Körperverletzung sank gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht, um 1,2 Prozent (389.791 Fälle).

Konsum illegaler Drogen

Rauschgiftdelikte haben im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent zugenommen (350.662 Fälle). Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den Drogenarten: • Heroin (-4,8 Prozent, 11.402 Fälle) • Kokain einschl. Crack (+12,6 Prozent, 22.121 Fälle) • LSD (-4,6 Prozent, 879 Fälle) • Amphetamin und Derivate (+6,3 Prozent, 50.671 Fälle) • Methamphetamin und Derivate (-7,1 Prozent, 13.071 Fälle) • Cannabis (+6,7 Prozent, 218.660 Fälle) • Die Zahlen bestätigen, dass Cannabis immer noch die am häufigsten konsumierte illegale Droge ist – Tendenz steigend. Dass die Rauschgiftdelikte insgesamt zugenommen haben, könnte nach Einschätzung des BKA mit der steigenden Verfügbarkeit, vor allem über das Internet, zusammenhängen. Doch auch die erhöhte Polizeipräsenz und die verstärkte Kontrollintensität in mehreren Bundesländern sind mögliche Ursachen, ebenso wie die Tatsache, dass im Jahr 2017 erstmals eine Erfassung von Rauschgiftfällen durch Zolldienststellen stattfand. Daher lässt sich aus den gestiegenen Fallzahlen nicht zwangsläufig ableiten, dass Menschen in Deutschland auch deutlich mehr Drogen konsumieren.

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