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Polizeiliche Kriminalstatistik 2018

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) gibt Aufschluss über Straftaten, die im Laufe des Jahres von der Polizei erfasst wurden. Danach ist die Zahl 2018 mit 5.555.520 Taten im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken – um 3,6 Prozent.

Weitere Delikte im Überblick

Leicht gestiegen ist 2018 die Zahl der Beleidigungen (+1,8 Prozent, 220.291 Fälle), wie auch die Umwelt- und Verbraucherschutzkriminalität (+3,4 Prozent, 30.371 Fälle). Das Urheberrecht wurde in 9.022 Fällen verletzt (+11,6 Prozent), ebenso gab es mehr Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte (+3,1 Prozent, 3.970 Fälle). Die Fälle von Straßenkriminalität sind hingegen zurückgegangen (-6 Prozent, 1.131.088 Fälle). Eine weitere positive Entwicklung: Die Fälle von Sachbeschädigung (-2,8 Prozent, 560.977 Fälle) haben 2018 weiter abgenommen. Zudem wurden nur noch 163.063 Taten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz der EU registriert, worunter man ausländerrechtliche Verstöße versteht, wie der unerlaubte Aufenthalt in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang um 9,3 Prozent. Allerdings wurden 2018 mit 34.168 Fällen deutlich mehr Taten von Widerstand gegen die Staatsgewalt gelistet (+39,9 Prozent). Der vermeintlich hohe Anstieg hängt jedoch damit zusammen, dass 2017 bisherige Straftatbestände geändert und neue Straftatbestände geschaffen wurden. Aus diesem Grund ist in diesem Deliktsbereich ein Vergleich der Straftaten mit den Vorjahren nicht bzw. nur eingeschränkt möglich. Hinzu kommen 40.104 Straftaten gegen das Waffengesetz (+5,5 Prozent) und 11.435 Fälle von Verbreitung pornografischer Schriften (+13,6 Prozent). Ebenfalls leicht gestiegen sind die Fälle von Computerkriminalität (+1,8 Prozent, 110.475 Fälle). Darunter fallen unter anderem die Datenveränderung, die Computersabotage sowie das Ausspähen und Abfangen von Daten. Das zeigt: Computerkriminalität muss auch in den kommenden Jahren ein Schwerpunktthema in der Kriminalprävention bleiben.

Aufklärungsquote

Im Jahr 2018 wurden mehr als 3,2 Millionen Straftaten aufgeklärt (57,7 Prozent). Gibt es eine Verbindung zwischen Täter und Opfer, können Taten eher aufgeklärt werden. So ist die Quote bei Tötungsdelikten (96,1 Prozent) sowie Vergewaltigung und sexueller Nötigung (84 Prozent) hoch. Hier sind die Tatverdächtigen oft mit den Opfern bekannt oder verwandt: Dies war 2018 bei über der Hälfte aller Tötungen sowie Sexualstraftaten der Fall. Zum Vergleich: Bei Raubdelikten waren Täter und Opfer in nur etwa zwanzig Prozent der Fälle bekannt oder verwandt. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 57 Prozent.

MW, KF (26.04.2019)

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