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Polizeioffensive gegen Rocker

Rocker bilden Motorradclubs (MC) mit eigenen Riten und Symbolen, sie sind gewalttätig bis hin zum Mord. Und sie sind Kaufleute im Untergrund. Ihr primäres Ziel: Gewinnmaximierung. Ihre Geschäfte: Drogenhandel, Wirtschaftskriminalität, Menschenhandel und Prostitution.

Rockerbanden gehören zur Organisierten Kriminalität

Die „Hells Angels“ und die „Bandidos“ sind die bekanntesten Motorcycle Clubs (MC) in Deutschland. 

©Roland Lange, fotolia

 

Rocker bilden Motorradclubs (MC) mit eigenen Riten und Symbolen, sie sind gewalttätig bis hin zum Mord. Und sie sind Kaufleute im Untergrund. Ihr primäres Ziel: Gewinnmaximierung. Ihre Geschäfte: Drogenhandel, Wirtschaftskriminalität, Menschenhandel und Prostitution.

Organisierte Kriminalität 

Die Namen der größten Motorrad Clubs in Deutschland kennt man gut: Hells Angels, Bandidos, Gremium, Mongols oder Outlaws. Ihre Mitglieder sind zumeist kräftige Männer, die das Emblem ihres Clubs sichtbar an der Kleidung tragen. Von einer unbedenklichen Gruppe freiheitsliebender Hobby-Biker sind einige der Motorrad Clubs allerdings meilenweit entfernt. Viele der international organisierten Outlaw Motorcycle Gangs (OMCG oder OMC) sind Teil der Organisierten Kriminalität. Ihre Territorien verteidigen sie mit äußerster Aggressivität, wenn es sein muss mit Mord und Totschlag. Am bekanntesten ist die immerwährende Fehde zwischen den Hells Angels und den Bandidos.

Rockerkriminalität 

Insgesamt 387 Jahre Freiheitsstrafen sind allein in Berlin zwischen 2004 und 2011 gegen Mitglieder aus dem Rockermilieu ausgesprochen worden. Es gab 1.532 Ermittlungsverfahren. „Typische Felder der Organisierten Kriminalität wie Rauschgifthandel, Menschenhandel, Schutzgelderpressung und Waffenhandel sind der wahre Motor für solche Gruppierungen wie Hells Angels und Bandidos“, sagte Michael Purper auf einer Pressekonferenz Anfang Oktober 2012 zum Thema „Rockerkrieg in Berlin? – Ist das Verbot von Rockerbanden sinnvoll oder nicht?“. Der Berliner Landesbezirksvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach sich für Verbote von Outlaw Motorcycle Gangs aus. Diese nutzten die illegal erzielten Gewinne, um sie in legale Geschäfte zu investieren. Die Rocker wollen anscheinend nicht nur im Untergrund arbeiten, sondern ihren Einfluss auch in der Öffentlichkeit steigern. „Ein bekanntes Beispiel ist der Hannoveraner Hells-Angels-Boss Frank Hanebuth, der im Laufe der Jahre Verbindungen bis in die Politik, die Behörden und Medien aufgebaut hat“, erklärte Purper.
Kriminelle Rockerclubs haben einen rasanten Zuwachs: Bis Mai 2012 sei die Zahl aktiver Mitglieder in Berlin auf über 1.000 gestiegen, so Robert Hobrecht, GdP-Bezirksgruppenvorsitzender aus dem LKA Berlin: „Zunehmend gefährlich wird seit einiger Zeit der offen ausgetragene Machtkampf um die Vorherrschaft auf dem Markt“, sagte Hobrecht. Bei den Auseinandersetzungen würden fast immer Hieb- und Stichwaffen, aber auch Schusswaffen eingesetzt. „Rocker positionieren sich außerhalb unseres Rechtsstaats“, ergänzt Oliver Malchow, Mitglied des geschäftsführenden GdP-Bundesvorstands (GBV). Laut dem Bundeslagebild zur „Organisierten Kriminalität 2013“ des Bundeskriminalamts sind Rocker vor allem im Rauschgifthandel und -schmuggel aktiv sowie im Bereich der Wirtschaftskriminalität. 34 Verfahren gab es bundesweit im Jahr 2013 gegen Rocker. Darunter auch der Anklagepunkt „Gewaltkriminalität“.
 

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