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Wie kriminell sind Kinder und Jugendliche?

Die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BKA) gibt Aufschluss über die polizeilich bekannten Straftaten sowie Straftatversuche eines Jahres. Dabei stellt sie auch Angaben über die Tatverdächtigen bereit. So lassen sich unter anderem Aussagen zu den versuchten oder begangenen Straftaten von Kindern und Jugendlichen treffen.

Im Jahr 2015 wurden deutlich mehr Tatverdächtige erfasst als in den Jahren zuvor. Grund dafür war ein starker Anstieg ausländerrechtlicher Verstöße, die im Zusammenhang mit Migrationsströmen stehen. In den Kriminalstatistiken 2015 und 2016 wurde zwischen den insgesamt erfassten Straftaten und Straftaten ohne ausländerrechtlichen Hintergrund unterschieden. Nachdem die Anzahl der ausländerrechtlichen Verstöße 2017 wieder stark gesunken ist, werden Straftaten wieder im Gesamten betrachtet.

Körperverletzung bleibt häufigste Straftat von Jugendlichen

Im Jahr 2018 wurden 177.431 jugendliche Tatverdächtige im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aktenkundig. Laut der Kriminalstatistik waren davon 134.363 Jugendliche deutscher Herkunft. 43.068 besaßen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Viele Jugendlichen begingen Ladendiebstähle (40.285), Rauschgiftdelikte (35.294) oder Sachbeschädigungen (20.338). Zudem wurden 25.321 Jugendliche wegen vorsätzlicher einfacher Körperverletzung und weitere 17.756 wegen gefährlicher und schwerer Körperverletzung polizeilich erfasst. Damit bleibt Körperverletzung 2018 die von der Altersgruppe am häufigsten begangene Straftat.

Mehr Rauschgiftdelikte als 2017

Die Kriminalstatistik bestätigt, dass der Konsum illegaler Drogen von Minderjährigen im Alter von 14 bis unter 18 Jahren in Deutschland weiterhin zunimmt. Wegen Rauschgiftdelikten wurden 2018 insgesamt 35.294 Jugendliche aktenkundig – das sind über 1.000 mehr als im Vorjahr. Davon wurden 30.640 Jugendliche mit Cannabis erwischt. Im Vorjahr waren es noch 29.471. Dass die Zahl erneut gestiegen ist, verdeutlicht, dass die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über die negative Wirkung von illegalen Drogen auch in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle in der Präventionsarbeit spielen muss.

MW (26.04.2019)

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