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Für alle Fälle gerüstet

Vom Warndreieck bis zum Verbandskasten und den Schneeketten: Wer die Grundausstattung in Sachen Sicherheit im Fahrzeug hat, weiß sich im Notfall zu helfen.

Die richtige Ausstattung senkt Risiken nach Pannen oder Unfällen


Das Warndreieck gehört zur Grundausstattung

© kk-artworks, fotolia

 

Vom Warndreieck bis zum Verbandskasten und den Schneeketten: Wer die Grundausstattung in Sachen Sicherheit im Fahrzeug hat, weiß sich im Notfall zu helfen.

Warndreieck

In Deutschland ist jeder Fahrer eines Kraftfahrzeugs dazu verpflichtet, im Straßenverkehr ein Warndreieck bei sich zu führen. Es dient zur Absicherung einer Unfall- oder Pannenstelle und muss gut sichtbar in einem ausreichenden Abstand zum Unglücksort aufgestellt werden. Auf Schnellstraßen und Autobahnen wird eine Distanz von 200 Metern vom liegengebliebenen Fahrzeug empfohlen. Dabei hilft die Orientierung an den Autobahn-Leitpfosten: Diese stehen immer im Abstand von 50 Metern.

Warnweste

Die auffälligen gelben oder orangefarbenen Warnwesten verbessern die Wahrnehmung von Personen an Gefahrenstellen gerade bei schlechten Sichtverhältnissen deutlich. Seit dem 1. Juli 2014 besteht in Deutschland eine allgemeine Warnwestenpflicht: In jedem Fahrzeug muss unabhängig von der Zahl der mitfahrenden Personen eine Warnweste in rot, gelb oder orange vorhanden sein, die der DIN EN 471 bzw. der EN ISO 20471:2013 entsprechen muss. Auch im europäischen Ausland gilt in den meisten Ländern eine Warnwestenpflicht.

Verbandkasten

Um wirkungsvoll Erste Hilfe leisten zu können, ist der Verbandkasten unerlässlich. Jeder Pkw-Fahrer muss ihn zwingend dabei haben. Die Ausstattung eines zulässigen Verbandkastens ist in der DIN13164 geregelt.

Wagenheber und Radkreuz

Im Falle einer Reifenpanne ist das Anbringen des Ersatzrades unter normalen Umständen nur mit Hilfe eines Wagenhebers und eines Radkreuzes möglich. Beides gehört zur Serienausstattung der meisten Pkws und ist häufig in unmittelbarer Nähe zum Ersatzrad gelagert. Während der Reparatur bzw. des Reifenwechsels ist aus Sicherheitsgründen unbedingt darauf zu achten, dass sich Personen nur neben dem PKW befinden und sich nicht unter den Fahrzeugboden begeben.

Ersatzrad

Ein Ersatzrad gehört nicht verpflichtend zur Sicherheitsausstattung eines Autos. Zwei Varianten sind üblich: Zum einen wird oftmals ein normaler Sommerreifen als Ersatzrad im Bereich des Kofferraums eingelagert, der im Pannenfall montiert werden kann. Ein solcher Reifen verfügt über dieselben Eigenschaften wie die anderen am Fahrzeug befindlichen Reifen. Verwendung finden aber auch so genannte Noträder: Sie sind nur für eine Nutzung bis zum Erreichen der nächsten Werkstatt vorgesehen. Das für sie geltende Höchsttempo liegt in der Regel bei 80 km/h. Der Luftdruck des Ersatzrades muss regelmäßig kontrolliert werden, denn die Räder verlieren Luft, auch ohne in Gebrauch zu sein.

Schneeketten als Fahrhilfe

© Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V.

Schneeketten

Schneeketten dienen als zusätzliche Fahrhilfe auf zugeschneiten Straßen und Wegen, weil sie das Durchdrehen der Räder verhindern. Sie werden über die Reifen der Antriebsachse montiert. Bei Fahrzeugen mit Sicherheitssystemen wie ESP entfalten Schneeketten nicht immer die gewünschte Wirkung. Die Fahrhilfen verhindern ein starkes Durchdrehen der Räder und damit den Griff der Ketten im Schnee. Es kann daher sinnvoll sein, Fahrhilfen abzuschalten. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für das Fahren mit Ketten ist in Deutschland nach der StVO auf 50 km/h beschränkt. Bei entsprechendem Verkehrsschild (mit Schneeketten versehener Reifen vor blauem Hintergrund) ist für Fahrzeuge die Benutzung von Schneeketten vorgeschrieben – unabhängig davon, ob die Straßen nach dem Verkehrszeichen zunächst noch schnee- und eisfrei sind.

Mobiltelefon

Das Mitführen eines Mobiltelefons kann im Falle eines schweren Unfalls Leben retten. Denn genauso wichtig wie das Leisten von erster Hilfe ist die Benachrichtigung des Rettungsdienstes. Die Rufnummer lautet überall in Deutschland 112. Auch zur Dokumentation von Unfällen eignen sich Handys: Durch die integrierten Kameras können Unfallstellen für Versicherung und Polizei fotografiert werden. Mobil telefonieren während der Fahrt ist nur mit einer Freisprecheinrichtung erlaubt.

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