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Marken- und Produktpiraterie

Die Zahlen der Fälle von Markenpiraterie steigen kontinuierlich, und das mit zweistelligen Zuwachsraten. Im Jahr 2013 führten die Zollbeamten 26.127 Grenzbeschlagnahmen gefälschter Waren durch. Die Anzahl der Zugriffe hat sich damit seit 2009 weit mehr als verdoppelt. Besonders besorgniserregend ist der hohe Zuwachs an gefälschten Schuhwaren namhafter Sportartikelhersteller. 2013 beschlagnahmte der Zoll gefälschte Sportschuhe im Wert von 6,5 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Anstieg um mehr als 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wirtschaftsinitiativen klären Verbraucher auf

…oder doch in Südostasien?

© openwater, fotolia

 

Die Zahlen der Fälle von Markenpiraterie steigen kontinuierlich, und das mit zweistelligen Zuwachsraten. Im Jahr 2013 führten die Zollbeamten 26.127 Grenzbeschlagnahmen gefälschter Waren durch. Die Anzahl der Zugriffe hat sich damit seit 2009 weit mehr als verdoppelt. Besonders besorgniserregend ist der hohe Zuwachs an gefälschten Schuhwaren namhafter Sportartikelhersteller. 2013 beschlagnahmte der Zoll gefälschte Sportschuhe im Wert von 6,5 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Anstieg um mehr als 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 

Weil das Thema so brisant ist, haben die deutschen Wirtschaftsverbände schon Ende 1997 einen Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie gegründet, dem heute über 80 Mitgliedsunternehmen angehören. Der Aktionskreis macht Lobbyarbeit bei den politischen Institutionen und berät Unternehmen, die von Marken- und Produktpiraterie betroffen sind. Das sind vor allem Hersteller von Konsumartikeln wie Textilien, Merchandising-Artikeln (z. B. von Sportvereinen), Schuhen oder Gürteln. Aber auch hoch spezialisierte Betriebe aus dem Mittelstand, die mit ihren technischen Spezialgeräten und -maschinen Weltmarktführer sind, haben mit Markenpiraterie vor allem aus Hongkong und China zu kämpfen. Der Aktionskreis vernetzt die Betroffenen und gibt sein Wissen an die Behörden und den Zoll weiter: „Alle Beteiligten müssen wissen, was imitiert wird und auf welchen Wegen die Ware vertrieben wird. Nur so haben wir eine Chance, dass Markenpiraterie auch wirklich erkannt und verfolgt wird“, so Rechtsanwältin Doris Möller, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des APM e. V.

Auf das Verbraucherverhalten kommt es an

Der APM schickt deshalb seit 2009 eine Wanderausstellung unter dem Titel »Schöner Schein – dunkler Schatten« in diverse deutsche Einkaufszentren. Über die Reaktionen der Verbraucher ist Doris Möller erfreut. Viele Menschen würden sich einfach keine Gedanken machen, wen sie unterstützen, wenn sie eine Markenuhr oder das Fan-T-Shirt ihres Fußballvereins zu offensichtlichen Dumpingpreisen kaufen. Die Ausstellung ändert das. „Wir führen den Menschen vor Augen, dass die organisierte Kriminalität dahinter steckt und stellen dar, dass selbst Teile der Drogenmafia zurzeit vom Drogenverkauf zur Markenpiraterie umschwenken, weil sie sich davon höhere Gewinne versprechen und weil die Strafandrohung auf diesem Gebiet niedriger ist. Vor diesem Hintergrund werden viele Verbraucher doch nachdenklich und geben an, dass sie künftig zumindest nicht mehr bewusst Fälschungen kaufen wollen.“

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