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Wirtschaftskriminalität in Zahlen

Zur Wirtschaftskriminalität zählen Straftaten, die Bezüge zur Wirtschaft haben. Das sind beispielsweise Betrug, Korruption, Geldwäsche, Produktpiraterie, Insolvenzdelikte oder Steuerstraftaten. Es gibt in Deutschland keine so genannte „Legaldefinition“ des Bereichs Wirtschaftskriminalität, das heißt, es gibt keine Definition eines Rechtsbegriffs in einem Gesetz. Die Polizei greift deshalb bei der Zuordnung solcher Straftaten auf den Katalog des §74c Abs.1 Nr. 1-6b des Gerichtsverfassungsgesetzes zurück. Darin wird definiert, für welche Fälle die Wirtschaftsstrafkammern zuständig sind. Im „Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität“ stellt das Bundeskriminalamt die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und des kriminalpolizeilichen Meldedienstes zusammen.

Schadenssumme im Jahr 2016 leicht gestiegen


Wirtschaftskriminalität verursacht Schäden in Milliardenhöhe

© Wolfram Zummach, fotolia

 

Zur Wirtschaftskriminalität zählen Straftaten, die Bezüge zur Wirtschaft haben. Das sind beispielsweise Betrug, Korruption, Geldwäsche, Produktpiraterie, Insolvenzdelikte oder Steuerstraftaten. Es gibt in Deutschland keine so genannte „Legaldefinition“ des Bereichs Wirtschaftskriminalität, das heißt, es gibt keine Definition eines Rechtsbegriffs in einem Gesetz. Die Polizei greift deshalb bei der Zuordnung solcher Straftaten auf den Katalog des §74c Abs.1 Nr. 1-6b des Gerichtsverfassungsgesetzes zurück. Darin wird definiert, für welche Fälle die Wirtschaftsstrafkammern zuständig sind. Im „Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität“ stellt das Bundeskriminalamt die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und des kriminalpolizeilichen Meldedienstes zusammen.

Wirtschaftsdelikte im Überblick

Im Jahr 2016 wurden insgesamt 57.546 Fälle von Wirtschaftskriminalität registriert. Das sind 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr (2015: 60.977 Fälle). Die Fallzahlen lagen damit unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre (67.029 Fälle). Der Anteil der Wirtschaftskriminalität an den insgesamt bekannt gewordenen Straftaten betrug rund ein Prozent. Das Bundelagebild gibt zudem Auskunft über die Personen, die verdächtigt werden, Wirtschaftkriminalität begangen zu haben. Im Jahr 2016 sind 27.615 Tatverdächtige erfasst worden. Das sind 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr (28.521 Tatverdächtige). Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen betrug 21,1 Prozent und ist damit niedriger als deren Anteil an allen erfassten Straftaten (30,5 Prozent). Auch in Sachen Aufklärung ist eine positive Entwicklung erkennbar. Laut Kriminalstatistik konnten 2016 insgesamt nur 56,2 Prozent aller Straftaten aufgeklärt werden. Die Quote bei den Delikten, die in Zusammenhang mit wirtschaftlichen Interessen stehen, liegt hingegen bei 94 Prozent. Nach Einschätzung des BKA hängt das vor allem damit zusammen, dass es sich bei Wirtschaftskriminalität überwiegend um Anzeigedelikte handelt, bei denen den Geschädigten die Täter oft bekannt sind.

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