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„Legal Highs” – alles andere als legal

Sogenannte „Legal Highs“ werden als Badesalze, Lufterfrischer oder Kräutermischungen deklariert und im Internet als vermeintlich legale Alternative zu illegalen Drogen angeboten. Sie tragen exotische Namen wie „Bonzai Summer Boost“ oder „Amazonas Vanilla“. Was so harmlos klingt, kann jedoch schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Verkauft werden sie in bunten Tüten über Online-Shops oder Headshops, das sind Geschäfte, die Zubehör für die Cannabis-Szene und szenetypische Produkte anbieten.

Gefährlich und unberechenbar

Wasserpfeifen gehören zu den typischen Produkten in Headshops

© Oleg Klochenok, fotolia

Sogenannte „Legal Highs“ werden als Badesalze, Lufterfrischer oder Kräutermischungen deklariert und im Internet als vermeintlich legale Alternative zu illegalen Drogen angeboten. Sie tragen exotische Namen wie „Bonzai Summer Boost“ oder „Amazonas Vanilla“. Was so harmlos klingt, kann jedoch schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Verkauft werden sie in bunten Tüten über Online-Shops oder Headshops, das sind Geschäfte, die Zubehör für die Cannabis-Szene und szenetypische Produkte anbieten.

 

„Legal-High“-Produkte enthalten meist ebenfalls Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende chemische Substanzen, die jedoch auf den Verpackungen nicht ausgewiesen sind. In vielen Mischungen findet man etwa synthetische Cannabinoide, die an den gleichen Rezeptoren im Gehirn binden wie der Haschisch-Wirkstoff THC. Die Wirkstoffkonzentration der künstlich erzeugten Substanzen liegt häufig ein Vielfaches über der von natürlichen Hanfprodukten. Werden sie geraucht, geschluckt oder geschnieft, kann es zu lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen kommen. Dem Bundeskriminalamt sind Fälle aus ganz Deutschland bekannt, in denen Konsumenten von „Legal Highs“ mit Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall bis hin zu drohendem Nierenversagen in Krankenhäusern notfallmedizinisch behandelt werden mussten. Marion Gradowski, Kriminaldirektorin im BKA und Leiterin des Referats zur Bekämpfung synthetischer Drogen, erklärt: „Die Wirkungen und Nebenwirkungen der sogenannten „Legal Highs“ können von den Konsumenten aufgrund der fehlenden Deklarierung überhaupt nicht eingeschätzt werden. Außerdem werden die Zusammensetzungen laufend geändert, so dass man auch bei wiederholtem Konsum von ein und demselben Produkt nie wissen kann, welchen Wirkstoff man sich gerade in welcher Dosierung zuführt.“ Eine weitere Gefahr sei außerdem die Verharmlosung der bunt verpackten Drogen. Auf den Webseiten würden die „Legal Highs“ als legale und professionell hergestellte Produkte dargestellt, die keine gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffe enthalten. Das wirke besonders auf Jugendliche anziehend, so die Expertin.


Besonders drastisch sind offenbar die Folgen von „Cloud Nine“. Diese Droge wird wie andere „Legal Highs“ als Badesalz getarnt. Sie ist seit 2010 in den USA auch unter dem Namen „Ivory Wave“ bekannt und bereits auch in Australien und Großbritannien aufgetaucht. „Cloud Nine“ lässt die Körpertemperatur ansteigen, führt zu Halluzinationen und einer hohen Aggressivität. Es wurden Fälle bekannt, in denen Menschen, die „Cloud Nine“ einnahmen, sogar kannibalistische Attacken durchführten. Deshalb bezeichneten einige Medien sie als „Zombie-Droge“.

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