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Täglich sterben elf Menschen im Straßenverkehr

Häufigste Ursache: Fehlentscheidungen beim Abbiegen und Rangieren

Stau in München

© Steinbach, Fotolia

 

Als Hauptunfallursache bei Unfällen mit Personenschaden wurde im Jahr 2015 fehlerhaftes Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie fehlerhaftes Ein- und Anfahren festgestellt: Beim Losfahren oder Abbiegen wurde der Blinker nicht betätigt und der Straßenverkehr nicht genügend beachtet. Die zweithäufigste Unfallursache waren Verstöße gegen die Vorfahrtsregeln. Überhöhte Geschwindigkeit landete 2015 – wie in den Vorjahren – auf Platz drei. Das Fahren unter Alkoholeinfluss hatte einen Anteil von „nur“ 3,0 Prozent: Seit 1991 ist die Häufigkeit dieser Unfallursache bei den Beteiligten Pkw-Fahrern um 74,7 Prozent zurückgegangen.

 

Im Jahr 2015 wurden auf Deutschlands Straßen 3.459 Personen getötet. Das waren 82 Getötete oder 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch bei den Verletzten gab es gegenüber dem Vorjahr einen geringen Anstieg, und zwar um 1,2 Prozent auf rund 393.432 Personen. Ebenfalls keine erfreulichen Zahlen gibt es bei den getöteten Kindern: Die Zahl der unter 15-Jährigen, die im Straßenverkehr ums Leben kamen, ist nach einem positiven Trend der letzten drei Jahre erstmals wieder um 18,3 Prozent auf 84 gestiegen (2014: 71). Eine glücklichere Entwicklung gab es hingegen bei den Jugendlichen. Die Zahl der getöteten 15 bis 18-Jährigen ist um 20,9 Prozent auf 72 gesunken (2014: 91).

29.07.2016 (KL)

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