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Polizeiliche Kriminalstatistik 2019

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) gibt Aufschluss über Straftaten, die im Laufe des Jahres von der Polizei erfasst wurden. Danach ist die Zahl 2018 mit 5.555.520 Taten im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken – um 3,6 Prozent.

Polizeiliche Kriminalstatistik

Weniger Wohnungseinbrüche, mehr sexueller Missbrauch


Die Polizei hat im Jahr 2019 mehr als 2 Millionen Tatverdächtige ermittelt

© nito/stock.adobe.com

 

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) gibt Aufschluss über Straftaten, die im Laufe des Jahres von der Polizei erfasst wurden. Danach ist die Zahl im Jahr 2019 mit 5.436.401 Taten im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken – um 2,1 Prozent.

Insgesamt sind 5.436.401 Fälle in der PKS 2019 erfasst. Das Diagramm zeigt den Anteil der verschiedenen Straftaten an der Gesamtmenge

© PKS 2019/BKA

Diebstahl und Betrug

Der Diebstahl war 2019 das häufigste Delikt. Mit 1.822.212 Fällen (leichter und schwerer Diebstahl) macht er rund 34 Prozent der registrierten Straftaten aus. Die gute Nachricht: Trotz der hohen Fallzahlen ist die Diebstahlskriminalität im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent gesunken. Nahmen beispielsweise die Wohnungseinbruchdiebstähle seit 2008 kontinuierlich zu, gingen die Zahlen seit dem Jahr 2016 deutlich zurück (2016: -9,5 Prozent, 2017: -23 Prozent, 2018: -16,3 Prozent). Im Jahr 2019 waren die Zahlen weiter rückläufig (-10,6 Prozent): Im Laufe des Jahres wurden nur noch 87.145 Wohnungseinbruchdiebstähle zur Anzeige gebracht (2018: 97.504). Auch der Anteil vollendeter Einbrüche, bei denen es also nicht nur bei dem Versuch bleibt, sinkt seit Jahren. Nach Einschätzung der Behörden hängt das vor allem mit der Verbesserung der präventiven Sicherungsmaßnahmen zusammen. Dadurch zeigt sich einmal mehr: Eine effektive Sicherung sollte in jedem Haushalt installiert sein. Denn mit 17,4 Prozent ist die Aufklärungsquote relativ gering. Doch man sollte sich nicht nur vor Einbrechern in Acht nehmen, sondern auch vor Taschendieben. Zwar sank die Zahl der angezeigten Fälle, dennoch wurden 2019 insgesamt immer noch 94.106 Taschendiebstähle zur Anzeige gebracht. Rein statistisch sind Betrüger den Dieben dicht auf den Fersen: Etwa 15 Prozent aller Straftaten waren betrügerischer Natur. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Fälle 2019 allerdings leicht gesunken, auf 832.966 (-1 Prozent).

Wirtschaftskriminalität

Mit einem Rückgang von 19,9 Prozent hat die Wirtschaftskriminalität 2019 weiter abgenommen (40.484 Fälle). Zum Vergleich: 2017 gab es noch einen Anstieg um 28,7 Prozent auf 74.070 Taten. Dies beweist einmal mehr, dass die Fallzahlen in diesem Bereich regelmäßig starken Schwankungen unterliegen. Denn sie resultieren aus dem Abschluss von zum Teil mehrjährigen Ermittlungsverfahren mit einer Vielzahl von geschädigten Personen. Dies trifft insbesondere auf Fälle von „Kapitalanlagebetrug“ und „Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen“ zu.

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