Sie sind hier >  /  
< Sicherheit ist planbar

Reden ist Gold

Unternehmer müssen bei der Gründung ihres Betriebs vieles bedenken – da wird die Versicherung von Betriebsgebäuden manchmal nur als lästige Nebensache gesehen. Das ist allerdings ein gefährlicher Fehler. Denn im Schadensfall hängt alles davon ab, dass der Schutzumfang passend gewählt wurde und ein Vertrauensverhältnis zur Versicherung aufgebaut wurde.

Bei der Versicherung von Gewerbegebäuden ist gute Beratung entscheidend

Laborräume

Gewerbebetriebe müssen sich um passende Versicherungen kümmern, © MEV-Verlag, Germany

 

Unternehmer müssen bei der Gründung ihres Betriebs vieles bedenken – da wird die Versicherung von Betriebsgebäuden manchmal nur als lästige Nebensache gesehen. Das ist allerdings ein gefährlicher Fehler. Denn im Schadensfall hängt alles davon ab, dass der Schutzumfang passend gewählt wurde und ein Vertrauensverhältnis zur Versicherung aufgebaut wurde. 

Welche Versicherungsformen gibt es?

Wer sich mit betrieblichen Versicherungen auseinandersetzt, darf sich zunächst nicht von Begriffen verwirren lassen. Die Grenze zwischen „Industrieversicherung“ und „gewerblicher Versicherung“ etwa wird von den verschiedenen Versicherungsunternehmern unterschiedlich gezogen, erklärt Michael Jander. Er ist Berater beim Bund versicherter Unternehmer (BVU) in Barbing bei Regensburg – einem Verband, der vor allem mittelständischen Unternehmern unabhängige Beratung in Versicherungsfragen bietet. „Manche Versicherer ziehen die Grenze schon bei Versicherungssummen von einer Million Euro, manche erst bei zehn Millionen“, so Jander. Die Grenze ist durchaus relevant, denn wenn es um Industrierisiken geht, werden die Gebäude strenger begutachtet und es sind höhere Auflagen zu erfüllen. Abgrenzungsfragen gibt es auch bei Wohnungen, die nur teilweise gewerblich genutzt werden. „Pauschal gesagt ist ein Gebäude, wenn über fünfzig Prozent davon gewerblich genutzt wird, ein gewerbliches - auch wenn in anderen Teilen Wohnungen sind“, fasst Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammen. Der Grundsatz gilt sinngemäß auch für einzelne Wohnungen, so Lübke: „Wenn ein Freiberufler in seiner Wohnung ein Tonstudio aufbaut, wird bei der Versicherungswahl darauf geachtet, ob die Wohnung zu mindestens fünfzig Prozent gewerblich genutzt wird.“

Feuer, Wasser, Sturm…

Jeder Gewerbetreibende sollte sein Betriebsgebäude unbedingt gegen Feuerschäden absichern. Weitere wesentliche Risiken, die durch eine Versicherung abgedeckt werden können, sind Schäden durch Leitungswasser, Sturm oder Hagel oder durch weitere Elementarereignisse. „Eine Leitungswasserversicherung sollte man nur dann ins Auge fassen, wenn tatsächlich viele Rohre im Gebäude verlaufen“, empfiehlt BVU-Berater Jander, der selbst auch als Versicherungsberater aktiv ist. „Einen Schutz vor Sturm und Hagel hingegen sollte man da schon eher ins Auge fassen“. Jander verweist dabei darauf, dass es in letzter Zeit auch viele Sturmschäden in Regionen gab, die seit Jahrzehnten von derartigen Elementarereignissen nicht betroffen waren. Auch Schäden durch den Rückstau von Wasser aus überfüllten Kanälen hätten zugenommen, berichtet der Versicherungsexperte. „Während Sturm und Hagel praktisch unberechenbar sind, kann man beim Rückstau aber schon aufgrund der geografischen Lage gewisse Risiken erkennen und dementsprechend den Versicherungsschutz wählen“, so Michael Jander. 

Seite: 1 2 weiter >>

Weitere Infos für Gewerbetreibende

Die unsichtbare Radar-Kontrolle

Sie blitzen, ohne zu blitzen: Dank neuer Technik machen moderne...[mehr erfahren]

Bessere Strukturen schaffen, Kräfte bündeln

Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen zufolge müssen rund...[mehr erfahren]

Betrüger stellen Fake-Stellenangebote ins Netz

Eine neue Betrugsmasche scheint von den USA und Großbritannien auch...[mehr erfahren]

Keine Rabatte mehr möglich

Immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeit, Medikamente über das...[mehr erfahren]

Schadenssumme im Jahr 2016 leicht gestiegen

Zur Wirtschaftskriminalität zählen Straftaten, die Bezüge zur...[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Beliebte Artikel

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.