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Sicher im Schienenverkehr

Als Reisender kann man im Bahnhofsbereich oder in Zügen mit den verschiedensten Situationen konfrontiert werden – nicht alle sind immer angenehm. Die folgenden Tipps sollen Ihnen helfen, sich in schwierigen Situationen richtig zu verhalten.

Verhaltenstipps rund um Bahnhof, Züge und Gleise

Reisende auf dem Bahnsteig

© Henlisatho, Fotolia


Als Reisender kann man im Bahnhofsbereich oder in Zügen mit den verschiedensten Situationen konfrontiert werden - nicht alle sind immer angenehm. Die folgenden Tipps sollen Ihnen helfen, sich in schwierigen Situationen richtig zu verhalten.

 

Der Bahnhofsbereich ist Teil des öffentlichen Raums - Menschen aus allen Altersstufen und gesellschaftlichen Schichten treffen hier aufeinander. Der Manager im Anzug auf dem Weg zum Meeting ist hier genauso vertreten wie das Kind auf dem Weg zur Schule; der Fußballfan zum nächsten Match seines Lieblingsvereins oder die Hausfrau auf dem Weg zum Einkaufen. Sie alle können 
im Bahnhofsbereich oder in Zügen mit problematischen Situationen konfrontiert werden. Hier finden Sie die wichtigsten Verhaltenstipps: 

Jemand wird am Bahnhof oder im Zug bedroht, belästigt oder angegriffen

Hier ist die Mithilfe von uns allen gefragt. Dabei geht es nicht darum, den Helden zu spielen, sondern darum, Zivilcourage zu zeigen und deutlich zu machen, dass Gewalt von der Gesellschaft abgelehnt wird. Deshalb:

  • Sehen Sie nicht schweigend zu, wenn andere bedroht oder belästigt werden, sondern bieten Sie dem Opfer Ihre Hilfe an.
  • Sprechen Sie Umstehende direkt an und bitten Sie diese, ebenfalls zu helfen.
  • Provozieren Sie den oder die Täter nicht und lassen Sie sich von diesen nicht provozieren.
  • Halten Sie räumliche Distanz zum Täter.
  • Wenden Sie sich an das Sicherheitspersonal der DB oder direkt an die Bundespolizei im Bahnhof.
  • Rufen Sie ggf. über Handy die Polizei und/oder rufen Sie Hilfe über die Notrufsäulen an Bahnsteigen. 
  • Prägen Sie sich Tätermerkmale gut ein und stellen Sie sich der Polizei wenn nötig als Zeuge zur Verfügung.
  • Kümmern Sie sich um verletzte Opfer und leisten Sie ggf. Erste Hilfe. Informieren Sie wenn nötig den Rettungsdienst.

Konfrontation mit problematischen Gruppen (Fußballfans etc.)

Grölende und aggressive Fans können in Zügen und auf Bahnhöfen für viel Unruhe sorgen. Gerät man als Reisender zwischen die Fronten, kann das unangenehm werden. Daher:

  • Verschaffen Sie sich ein Bild über die Lage und halten Sie sich von größeren Gruppen fern, wenn sie sich unwohl fühlen.
  • Bleiben Sie ruhig und reagieren Sie gelassen auf mögliche Provokationen.
  • Wenden Sie sich an die Bundespolizei, wenn Sie sich bedroht fühlen.

Vandalismus:

Scratching

Das Zerkratzen von Scheiben gehört zu der häufigsten Form von Vandalismus, © fuxart, Fotolia

Durch Graffitis und "Scratching", also das Zerkratzen von Scheiben, entstehen Schäden in Millionenhöhe. Allein die Deutsche Bahn gibt jedes Jahr rund 50 Millionen Euro für die Beseitigung dieser Schäden aus. Wenn Sie beobachten, dass Personen Sachbeschädigungen begehen, dann:

  • erstatten Sie unverzüglich Anzeige bei der Polizei.
  • prägen Sie sich Tätermerkmale gut ein und machen Sie genaue Angaben zu Tatzeit, Tatort oder genutzten Fahrzeugen.
  • provozieren Sie die Täter nicht.
  • geben Sie Bahnpersonal Bescheid, damit diese dafür sorgen können, dass etwa Graffitis schnellstmöglich entfernt werden können. Eine rasche Beseitigung nimmt den Tätern häufig die Lust am Weitermachen.
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Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.