Die Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist ein wichtiger Faktor für die Sicherheit auf dem Schulweg
Die Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist ein wichtiger Faktor für die Sicherheit auf dem Schulweg

Die Arbeit der Polizeipuppenbühne Bremen

Ein tierisches Verkehrsabenteuer

Kinder im Straßenverkehr sind besonders gefährdet – viele Unfälle passieren auf dem Weg zur Schule. Das Stück „Ein tierisches Verkehrsabenteuer“ der Mobilen PräventionsPuppenBühne (MPPB) der Polizei Bremen soll dazu beitragen, dass Kinder der ersten und zweiten Schulklasse sich im Straßenverkehr sicher bewegen können und Unfälle reduziert werden. Verkehrssicherheitsberaterin Stefanie Arndt von der Polizei Bremen erklärt, worum es in dem Stück geht.

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Die Polizeipuppenbühne Bremen basiert auf der Arbeit von Polizeibeamtin und Verkehrssicherheitsberaterin Stefanie Arndt sowie sieben ehrenamtlichen Mitspielerinnen und Mitspielern. Es wird nach weiteren Helferinnen und Helfern gesucht – wer gegen eine kleine Aufwandsentschädigung bei der Polizeipuppenbühne Bremen tätig werden möchte, kann sich gerne dort melden.

Die Hauptrollen in dem Stück spielen die Schulkinder Mia und Kai. Sie treffen sich jeden Morgen, um gemeinsam zur Schule zu gehen. Doch Kai hat verschlafen und es bleibt ihm keine Zeit mehr zum Frühstücken. Er kommt völlig abgehetzt am Treffpunkt an. Er rennt über die Straße, ohne nach rechts und links zu schauen. Schon kommt es fast zum Unfall! Gerade noch rechtzeitig kann der heranfahrende Lastwagen bremsen. Kai kommt mit dem Schrecken davon. „Im Anschluss an die Spielszene arbeite ich die Situation mit den Kindern auf“, erklärt Stefanie Arndt. „Neben dem verkehrsgerechten Verhalten beim Überqueren der Fahrbahn sprechen wir auch darüber, wie wichtig es ist, im Straßenverkehr gut sichtbar zu sein.“ Kai trägt eine dunkle Latzhose und wird von den Scheinwerfern der Autos erst sehr spät gesehen. Mia macht es vorbildlich: Sie trägt eine reflektierende Warnweste. Außerdem empfiehlt die Verkehrssicherheitsberaterin den Kindern, morgens immer genug Zeit einzuplanen, um in Ruhe frühstücken und den Ranzen packen zu können. „Wenn man schon eine Kleinigkeit gegessen hat, kann der Körper und das Gehirn besser arbeiten.“, weiß Arndt. Das wird sich Kai ab sofort zu Herzen nehmen. Die Präventionsarbeit mittels Puppenspiel lebt davon, dass die Kinder sich auch aktiv beteiligen und selbst Tipps geben. Auch das Thema Elterntaxi ist ein Thema – und diesbezüglich gibt es ein großes Lob für Mia und Kai: „Ich finde es toll, dass die beiden jeden Morgen zu Fuß zur Schule laufen. Sie bewegen sich an der frischen Luft und kommen viel konzentrierter in der Schule an, als wenn sie von den Eltern mit dem Auto gefahren werden.“

Die Mitglieder der Polizeipuppenbühne Bremen

Die Mitglieder der Polizeipuppenbühne Bremen

Polizei Bremen

Ein kleiner, grauer Esel

Der heimliche Star des Stücks ist der Esel der Bremer Stadtmusikanten. Ihn treffen Mia und Kai am Nachmittag, als sie wieder von der Schule nachhause gehen. Der Esel kommt gerade aus dem Wald , um einen schönen Platz zum Musizieren zu suchen. In der vielbefahrenen Innenstadt kommt er aber überhaupt nicht im Straßenverkehr zurecht – ständig wird er von Autos angehupt. „Mia und Kai finden den hilflosen Esel und wollen ihm helfen“, erklärt Stefanie Arndt. Auch die Kinder im Publikum haben Mitleid mit dem traurigen Tier. „Die Figur des Esels kommt extrem gut bei den Kindern an“, so Stefanie Arndt. „Die allermeisten kennen ihn ja bereits aus unserem bekannten Märchen. Er singt den Kindern sogar ein Ständchen vor – und bekommt dafür immer eine Menge Applaus“.

Da Kai sein Kuscheltier in der Schule vergessen hat, will der Esel ihm beim Suchen helfen. Als „Gegenleistung“ zeigt Kai ihm, wie man sicher über die Straße kommt. Anschließend trifft der Esel auch noch auf einen Bauarbeiter, der gerade Ampeln aufstellt und ihm erklärt, wozu diese „bunten Laternen“ gut sind. „An dieser Stelle frage ich auch die Kinder, ob sie auf ihrem Schulweg eine Ampel haben und rate ihnen, diese Ampel auch zu benutzen, weil es viel sicherer ist“, so Stefanie Arndt.

Ablenkung ist gefährlich

Im dritten Teil von „Ein tierisches Verkehrsabenteuer“ geht es um das Thema Ablenkung im Straßenverkehr: Ein Fußgänger, der auf seinen Kopfhörern laute Rap-Musik hört und noch dazu auf sein Handy starrt, läuft fast auf die Fahrbahn. „Ich nehme dann das Gespräch mit dem Fußgänger auf und erkläre ihm, warum es nicht richtig ist, mit dem Handy vorm Gesicht und der lauten Musik auf den Ohren im Straßenverkehr unterwegs zu sein“, so Arndt. „Genau das erkläre ich den Kindern dann auch nochmal.“ Zum Abschluss führt der Hausmeister der Schule zusammen mit Kai einen Verkehrsrap auf, in dem sich nochmal alle wichtigen Elemente des Stücks wiederholen. Bei einem zweiten Durchgang des Raps dürfen alle Kinder im Publikum mitsingen und mittanzen.

KF (25.04.2025)



Kontakt:

Polizei Bremen

Stefanie Arndt

Präsidialstab 13/Präventionszentrum

Am Wall 195

28195 Bremen

Tel.: 0421 362 148 94

E-Mail: stefanie.arndt@[email protected] oder

PSt13Puppenbuehne@[email protected]

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