Haus- und Nebeneingangstüren ganzheitlich planen

Einbruchschutz trifft Brandschutz – damit Sicherheit nicht zum Hindernis wird

Thomas Brand

Thomas Brand

Wer baut oder saniert, möchte Bewohner, Eigentum und Gebäude zuverlässig schützen. Häufig richtet sich der Blick dabei zunächst auf stabile Türen und sichere Schlösser. Doch ein umfassendes Sicherheitskonzept muss weiterdenken: Während Türen unbefugten Zutritt verhindern sollen, müssen sie im Brandfall sichere Fluchtwege ermöglichen und die Ausbreitung von Feuer und Rauch begrenzen.

Unterschiedliche Türen – unterschiedliche Anforderungen

Die Haustür ist der zentrale Zugang zum Gebäude. Nebeneingangstüren führen dagegen häufig in Keller, Garagen, Technik- und Heizungsräume oder Innenhöfe. Da diese Bereiche teilweise schlecht einsehbar sind, verdienen sie beim Einbruchschutz besondere Aufmerksamkeit – aber nicht nur dort.

Je nach Position und Nutzung müssen Haus- und Nebeneingangstüren Schutz vor Einbruch, Feuer und Rauch bieten, können Bestandteil von Flucht- und Rettungswegen sein und müssen im Notfall eine schnelle Öffnung ermöglichen.

Am Anfang jeder Planung sollte deshalb geklärt werden, welche Funktion eine Tür im Alltag und im Ernstfall übernehmen muss.

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Autor: Thomas Brand
Geschäftsführer der WIRUS Fenster GmbH & Co.KG
www.wirus-fenster.de

Brand- und Rauchschutz gezielt integrieren

Bei einem Brand stellen nicht nur die Flammen, sondern vor allem Rauchgase eine große Gefahr dar. Brand- und Rauchschutztüren können die Ausbreitung in angrenzende Gebäudebereiche begrenzen und Fluchtwege länger nutzbar halten.

Abhängig von der Ausführung lassen sich Brandschutz, Rauchschutz, Einbruchhemmung und Fluchtwegfunktionen miteinander kombinieren, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich.

Voraussetzung ist eine professionelle Planung. Tür, Beschläge, Verglasung, Schließtechnik und Einbausituation müssen als zusammenhängendes System betrachtet werden.

Neubau und Sanierung vorausschauend planen

Im Neubau lassen sich Sicherheitsanforderungen frühzeitig in Grundriss, Brandschutzkonzept und Gebäudeplanung integrieren. Öffnungsrichtungen, Fluchtwege, Widerstandsklassen, Schwellen und Zutrittslösungen können von Beginn an aufeinander abgestimmt werden.

Bei einer Sanierung muss dagegen zunächst der Bestand geprüft werden. Mauerwerk, Befestigung, Türöffnungsrichtung, vorhandene Fluchtwege und angrenzende Bauteile beeinflussen, welche Lösung technisch und baurechtlich möglich ist.

Der qualifizierte WIRUS® Fachhandel unterstützt Bauherren und Eigentümer von der Beratung und dem Aufmaß über den fachgerechten Einbau bis zur regelmäßigen Wartung.

Sicherheit entsteht durch das richtige Zusammenspiel

Haus- und Nebeneingangstüren sollten niemals isoliert ausgewählt werden. Erst die Abstimmung von Einbruchschutz, Brand- und Rauchschutz, Fluchtwegfunktion, Wärmedämmung, Barrierefreiheit und Bedienkomfort schafft ein dauerhaft tragfähiges Sicherheitskonzept.

Ganzheitlich zu planen bedeutet daher nicht, zwischen Einbruchschutz und Brandschutz zu entscheiden. Es bedeutet, beide Schutzziele sinnvoll miteinander zu verbinden.