Cyberangriffe gehören heute zu den größten Risiken für Unternehmen – unabhängig von ihrer Größe oder Branche. Während viele Betriebe auf moderne Technologien setzen, bleibt die Frage: Wie sicher ist deine IT wirklich? Oft wird erst nach einem Sicherheitsvorfall deutlich, dass Prozesse, Passwörter oder Schulungen nicht so robust waren, wie gedacht.
Mit einem ersten 10-Punkte-Selbsttest zur Cyber Security kannst du schnell und praxisnah überprüfen, ob dein Unternehmen im Alltag ausreichend geschützt ist oder Handlungsbedarf besteht. Der Test richtet sich an Geschäftsführende, IT-Verantwortliche und alle, die einfach wissen möchten, wie resilient ihre Organisation gegenüber digitalen Bedrohungen ist.
Jede der zehn Fragen beleuchtet einen zentralen Aspekt der Cyber-Sicherheit – von Passwortmanagement und Zugriffsrechten über Backup-Strategien bis hin zu Mitarbeitersensibilisierung und Notfallplänen. Je mehr Punkte du erfüllst, desto besser ist dein Unternehmen vorbereitet. Doch auch wenn du nicht alle Kriterien abhaken kannst: Der Selbsttest zeigt, an welchen Stellen du ansetzen solltest, um deine IT-Sicherheit gezielt zu stärken.
Nimm dir fünf Minuten Zeit und finde heraus, wie sicher dein Unternehmen wirklich ist.
Hinweis:
Ihr findet hier 10 der wichtigsten Punkte, die typische Indikatoren dafür sind, ob ihr sicher aufgestellt seid. Bedenkt aber bitte dabei, dass gerade im beruflichen Kontext das alles nur der Anfang ist! Bei einem richtigen Assessment werden bei seriösen Anbietern mehrere 100 Punkte tiefgehend geprüft, um die Sicherheit eines Unternehmens detailliert bewerten zu können. Denn in Puncto Cyber Sicherheit musst du jede noch so kleine Schwachstelle schnellstmöglich erkennen, denn die Angreifer tun genau das – und zwar professionell, jeden Tag!
Der Test
1. Passwortsicherheit & Zugriffsschutz
Sind für alle Systeme und Konten starke, individuelle Passwörter im Einsatz und mit Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) kombiniert?
Denn ein einfaches Passwort ist wie eine unverschlossene Tür.
2. Sicherheitsrichtlinien & IT-Governance
Gibt es im Unternehmen klare IT-Sicherheitsrichtlinien, die dokumentiert und allen Mitarbeitenden bekannt sind – inklusive Vorgaben zu Gerätenutzung, Cloud-Diensten und Datenzugriff?
Sicherheit beginnt mit klaren Standards.
3. Backup-Strategie
Existiert ein automatisiertes, geprüftes Backup-Konzept, bei dem Daten an mindestens einem externen oder cloudbasierten Standort gesichert werden?
Ein Backup ist nur so gut wie seine Wiederherstellbarkeit.
4. Schulung der Mitarbeitenden
Erhalten alle Beschäftigten regelmäßig Awareness-Schulungen zu Themen wie Phishing, Social Engineering und dem sicheren Umgang mit Daten?
Menschen sind das schwächste Glied der Sicherheitskette.
5. Patch- und Schwachstellenmanagement
Werden Schwachstellen regelmäßig erkannt, priorisiert und behoben – zum Beispiel durch automatisierte Patching-Prozesse oder regelmäßige System-Scans?
Schnelles Patching schützt vor bekannten Angriffen.
6. Umgang mit externen Partnern & Lieferanten
Werden Dienstleister, Lieferanten und Partnerunternehmen auf ihre Sicherheitsstandards überprüft – insbesondere, wenn sie Zugriff auf Ihre Systeme oder Daten haben?
Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist Cyber-Schutz
7. Notfall- und Wiederherstellungsplan
Gibt es einen Incident-Response- oder BCM-Plan, der beschreibt, was im Ernstfall zu tun ist – inklusive klarer Verantwortlichkeiten und Abläufe? Sollten dir die beiden Begriffe gar nichts sagen, solltest du diese zwingend mal nachschlagen!
Im Krisenmoment zählt jede Sekunde.
8. Schutz vor E-Mail-Bedrohungen
Werden eingehende Mails durch Spamfilter, Malware-Erkennung und Link-Prüfungen kontrolliert, um Angriffe frühzeitig abzuwehren?
Phishing ist der einfachste Weg ins Netzwerk.
9. Netzwerk- und Firewall-Schutz
Ist das Unternehmensnetzwerk durch aktuelle Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme oder segmentierte Netzwerke abgesichert?
Transparenz im Netzwerk schafft Kontrolle.
10. Externe Überprüfung & Penetrationstests
Wird die IT-Infrastruktur regelmäßig durch externe Audits oder Sicherheitstests überprüft, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen?
Externer Blick auf interne Sicherheit.
Autor: Thorsten Treidel
Geschäftsführer
CT Cloud Design GmbH & Co. KG
YOUR CLOUD DESIGNER
www.cloud-design.de
Ergebnis
Wenn du alle 10 Punkte mit „Ja“ beantworten kannst, ist dein Unternehmen solide aufgestellt.
Bei 5–9 Punkten besteht Handlungsbedarf. Prüfe gezielt, wo Nachbesserungen nötig sind.
Unter 5 Punkten solltest du dringend deine IT-Sicherheitsstrategie überarbeiten – idealerweise mit professioneller Unterstützung.

