
Vorsicht und Achtsamkeit sind oberstes Gebot
Keine Chance für dreiste Diebe und Betrüger
Abgrenzung zwischen Diebstahl und Betrug
Ein Diebstahl liegt vor, wenn ein Täter oder eine Täterin jemandem etwas wegnimmt, um es für sich zu behalten. Dies geschieht meist unbemerkt. Wird Gewalt angewendet, kann es sich um einen Raub handeln.
Beispiele für Diebstahl:
- Fahrzeug- und Fahrraddiebstahl
- Diebstahl von Wertgegenständen (z. B. Smartphone)
- Taschendiebstahl
- Trickdiebstahl
- Einbruchdiebstahl
- Ladendiebstahl
- Diebstahl unter Anwendung von Gewalt (Raub)
Ein Betrug kann vorliegen, wenn eine Person einer anderen etwas verspricht, was nicht gehalten werden kann.
Beispiele für Betrug:
- Internetbetrug (z. B. gefälschte Onlineshops, Phishing, falsche Immobilien- und Jobangebote, unechte Datingprofile, gefälschte Hotelbewertungen)
- Trickbetrug (z. B. Enkeltrick, Haustürgeschäfte, falsche Handwerker)
- Warenkreditbetrug
- Anlagebetrug
- Spendenbetrug
- Kredit- und Bankkartenbetrug
Schutz vor Langfingern und Schwindlern
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die wir ergreifen können, um uns vor Diebstahl und Betrug zu schützen, darunter:
- Wertsachen sicher aufbewahren
- keine öffentlichen WLAN-Netzwerke für sensible Transaktionen oder den Zugriff auf vertrauliche Informationen nutzen
- persönliche Daten nicht leichtfertig preisgeben und skeptisch gegenüber unbekannten Anrufern oder E-Mails sein, die nach sensiblen Informationen fragen
- sicherstellen, dass die eigenen Geräte und Konten mit starken Passwörtern geschützt sind
- Kontobewegungen und Kreditkartenabrechnungen regelmäßig überwachen
- Fremde nur in die Wohnung lassen, wenn sicher ist, um wen und welches Anliegen es sich handelt
- persönliche Kontodaten wie PIN, TAN oder sonstige Zugangsdaten niemals unbekannten Anrufern am Telefon nennen
- Geld niemals an fremde Personen überweisen, deren eindeutige Identität, Adresse und Absichten wir nicht genau kennen, auch nicht aufgrund von Forderungen über Messengerdienste wie WhatsApp
- keine Geldautomaten nutzen, an denen uns etwas Ungewöhnliches auffällt. PIN grundsätzlich nur verdeckt eingeben
- bei einem Einbruchdiebstahl nach Möglichkeit die Wohnung nicht betreten bzw. so schnell wie möglich verlassen, sobald wir den Einbruch bemerken
Verdächtiges Verhalten frühzeitig erkennen
Diebstahl und Betrug können sich auf verschiedene Arten ankündigen. Um einen möglichen Diebstahl zu erkennen, sollten wir misstrauisch sein, wenn:
- wenn wir jemanden auffällig oft in der Nähe von Wertgegenständen oder anderen potenziellen Diebstahlsobjekten beobachten
- wenn wir jemanden beobachten, der Sicherheitsmaßnahmen studiert, Werkzeug zum Aufbrechen von Schlössern mit sich führt oder auffällig die Umgebung erkundet
Um einen möglichen Betrug zu erkennen, ist besondere Vorsicht geboten, wenn:
- wir unerwartet lukrative Angebote erhalten, die zu gut klingen, um wahr zu sein
- wir uns unter Druck gesetzt fühlen, schnell zu handeln, ohne ausreichend Zeit zum Nachdenken oder Überprüfen des Angebots zu haben
- wir plötzliche unbefugte Zugriffe auf unsere Konten, falsche Abbuchungen oder unbekannte Transaktionen bemerken
- wir von unbekannten Personen nach persönlichen oder finanziellen Informationen wie Passwörtern, PINs oder Sozialversicherungsnummern gefragt werden
In kritischen Situationen stets Ruhe bewahren
Wenn wir in einen Diebstahl oder Betrug hineingeraten, ist es wichtig, dass wir
- ruhig bleiben und nicht in Panik geraten
- uns niemals körperlich mit der Täterin oder dem Täter auseinandersetzen
- uns Notizen zur Situation, zum Täter, zu dessen Aussehen und Verhalten sowie zu anderen relevanten Informationen machen, die der Polizei bei der Untersuchung helfen können
- jeglichen Kontakt mit der betrügerischen Partei beenden, sei es per Telefon, E-Mail oder auf anderen Wegen
- alle Kommunikationen, Unterlagen und Beweise aufbewahren, die mit dem Diebstahl oder Betrug zusammenhängen. Diese können später hilfreich sein, um den Schaden zu melden und rechtliche Schritte einzuleiten.
Schnelles Handeln kann Schlimmeres verhindern
Nach einem Diebstahls- oder Betrugsschaden ist es ratsam,
- möglichst schnell die Polizei zu informieren
- im Falle eines Diebstahls Versicherung zu benachrichtigen und (wenn vorhanden) Kaufbeleg des gestohlenen Gegenstandes herauszusuchen
- bei Betrug im Internet (z. B. Versandgeschäfte oder Gewinnspiele) E-Mails zu speichern und Screenshots zu erstellen
- gegebenenfalls Bank- oder Kreditkarte über die kostenlose Nummer 116 116 zu sperren
- bei unberechtigten Kontoabbuchungen unverzüglich die Hausbank zu informieren und zu prüfen, ob das Geld zurückgebucht werden kann
- Hilfe in Anspruch zu nehmen, etwa von Operschutzbeamtinnen- und beamten der Polizei, Beratungsstellen, Familienangehörigen oder Freundinnen und Freunden
KF (28.02.2025)
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