Einbrecher passen sich an die jeweilige Wohnsituation an und haben verschiedene Vorlieben. Daher muss auch der Einbruchschutz an Haus oder Wohnung angepasst sein; und er sollte sowohl bei Anwesenheit als auch bei Abwesenheit der Bewohner deren Zuhause schützen.
Wo sich Bewohner während eines Einbruchs aufhalten
Wie die Verisure Studie zu Einbrüchen in Deutschland zeigt, gehen Einbrecher unterschiedlich vor, je nachdem, ob jemand zuhause ist oder nicht. Für die Studie hat das Markforschungsinstitut Innofact 509 Betroffene befragt, bei denen zuhause eingebrochen worden ist. Die Ergebnisse zum Aufenthaltsort:
- Fast ein Fünftel der Bewohner (19%) ist während des Einbruchs zuhause.
- Am häufigsten sind sie während des Einbruchs beim Einkaufen oder beim Sport, oder sie gehen einer anderen Freizeitaktivität nach (insgesamt 22%).
- Ein Fünftel der Bewohner ist außer Haus, weil sie bei der Arbeit sind.
- 16 Prozent wollen gerade ihren Urlaub genießen.
- 15 Prozent besuchen Verwandte, Freunde oder Bekannte.

Alarmanlagen mit Zuhause-Modus
Wenn jemand zuhause ist, suchen die Einbrecher vor allem im Keller nach Diebesgut; 46 Prozent sogar ausschließlich in diesem Bereich. Dafür bevorzugen sie die Zeit zwischen 22 und 6 Uhr.
Bei einem solchen Einbruch bietet eine Alarmanlage Schutz, die über einen Zuhause-Modus verfügt:
- In ausgewählten Bereichen des Hauses oder Gartens sind die Sensoren und Bewegungsmelder aktiviert, so dass sie Einbrecher erkennen. In den übrigen Räumlichkeiten können sich die Bewohner bewegen, ohne einen Alarm auszulösen.
- Der Zuhause-Modus kann jederzeit angepasst werden, so dass man zum Beispiel vor dem Schlafengehen alle Sensoren und Melder im Erdgeschoss aktiviert, sich aber im Obergeschoss ungehindert bewegen kann.
- Auch von der Jahreszeit kann es abhängen, welche Bereiche bei Anwesenheit geschützt sein sollen. Während der dunklen Monate ist es angebracht, abends die Garage und den Kellereingang zu schützen.
- Wenn das Alarmsystem mit einer Notruf- und Serviceleitstelle verbunden ist, wissen die Fachkräfte dort im Alarmfall, dass der Zuhause-Modus aktiviert ist. Daher fragen sie den Bewohner, wo er sich befindet, und beraten ihn, wie er sich vor den Einbrechern in Sicherheit bringen kann.
Vorgehen der Einbrecher, wenn Bewohner abwesend
Wenn die Bewohner abwesend sind, bevorzugen die Einbrecher das Wohnzimmer (76%), fast zwei Drittel dringen bis ins Schlafzimmer vor. Dort suchen sie vor allem in Schubladen, Kommoden und Kleiderschränken nach Beute.
Wenige Minuten reichen den Einbrechern aus, um erfolgreich zu sein. Bei 14 Prozent aller Einbrüche sind die Bewohner weniger als 30 Minuten außer Haus. Auch wer nur kurz zum Einkaufen oder Joggen geht, sollte daher Haus oder Wohnung einbruchsicher verlassen.
Einbruchsversuche zu erkennen, reicht nicht aus
Außenkameras sowie Schocksensoren an Fenstern und Türen haben die Aufgabe, Einbruchsversuche frühzeitig zu erkennen. Doch diese Komponenten allein reichen nicht aus. Im Alarmfall muss nämlich sofort jemand handeln. Das ermöglichen Alarmanlagen mit einer angeschlossenen Notrufzentrale, die rund um die Uhr mit Profis besetzt ist. Diese prüfen sofort die Situation und rufen dann die Polizei.
Um Einbrecher zu vertreiben, bevor sie etwas stehlen, eignet sich eine nebelartige Sichtbarriere, die im Notfall von den Fachkräften einer Notruf- und Serviceleitstelle ausgelöst wird.
Autorin: Izabela Basalo
Senior Communications Manager
Verisure Deutschland GmbH
www.verisure.de
Fazit: Passender Einbruchschutz von Sicherheitsexperten
Einbruchschutz geht alle etwas an. Ein erhöhtes Risiko haben Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Das ist ein weiteres Ergebnis der erwähnten Studie.
Damit der Einbruchschutz aber zur individuellen Wohnsituation passt, sollten Sicherheitsexperten zuerst vor Ort die Schwachstellen analysieren und die Bewohner beraten.

