Studie zu Einbrüchen: Einblicke & Tipps für die Sicherheit (Teil 1)

Smarter Einbruchschutz an Haus-, Wohnungs- und anderen Türen

Izabela Basalo

Izabela Basalo

Einbrecher kommen meistens durch eine Tür. In Häusern mit mehr als vier Parteien verschaffen sie sich meistens durch die Wohnungstür Zugang (29%). Bei anderen Wohnhäusern bevorzugen sie Balkon- und Terrassentüren (36%).

Das sind Ergebnisse der Verisure Studie zu Einbrüchen in Deutschland. Das Markforschungsinstitut Innofact hat 2025 dafür 509 Betroffene befragt, bei denen zuhause eingebrochen worden ist. Die Studie bietet Einblicke, wie Einbrecher vorgehen, und gibt damit auch Hinweise zum Einbruchschutz.

Einbrecher am Türschloss    

Das beliebteste Werkzeug der Einbrecher ist zwar die Brechstange, doch viele knacken ein Türschloss, indem sie eine der folgenden Methoden verwenden:

  • Schlossmanipulation: insgesamt bei 18 Prozent aller Einbrüche; sowohl an Haus- als auch an Wohnungstüren eine der beliebtesten Methoden.
  • Lock Picking: insgesamt bei 11 Prozent der Einbrüche.
  • Kopie eines Hausschlüssels: insgesamt bei 6 Prozent; an Hintertüren die beliebteste Methode.

Smart Locks bewachen Türen   

Macht sich ein Einbrecher am Schloss zu schaffen, kann ein elektronisches Türschloss das erkennen und Alarm schlagen. Ein Smart Lock, das mit einer Notruf- und Serviceleitstelle verbunden ist, bewacht das Schloss sogar rund um die Uhr. Die Profis handeln dann sofort.

Wenn ein Smart Lock in eine Alarmanlage integriert ist, kann es außerdem Haus- und Wohnungstüren automatisch verriegeln. Wer weggeht und die Tür nur zuzieht, macht es Einbrechern leicht. Das Smart Lock verhindert das: es verschließt zugezogene Türen, sobald das Alarmsystem aktiviert wird.

Videotürklingel vertreibt Einbrecher

Zwölf Prozent der Betroffenen gaben in der Studie an, in den Tagen vor dem Einbruch habe jemand geklingelt und dann eine Ausrede genannt oder sich auffällig verhalten.

Eine Videotürklingel erschwert es Einbrechern herauszufinden, ob jemand zuhause ist. Wo auch immer man sich gerade befindet: über das Smartphone kann man mit denjenigen sprechen, die geklingelt haben. Einem Unbekannten verrät man dann natürlich nicht, dass man nicht daheim ist.

Bei einem integrierten Bewegungsmelder erhält man bereits dann eine Nachricht am Smartphone, wenn sich jemand nähert. Dann sieht man die Person nicht nur live, sondern kann auch ein Video aufzeichnen. Das macht Türen mit einer Videotürklingel für Einbrecher unattraktiv.

Kameras schützen Türen nur lückenhaft  

Einbrecher möchten nicht gesehen werden, während sie sich Zutritt verschaffen. Daher sind Terrassen- und Balkontüren auf der Rückseite eines Hauses eine Schwachstelle.

Immer mehr Menschen installieren deswegen Überwachungskameras, die sie per App steuern. Doch Kameras bieten nur lückenhaften Einbruchschutz. Man muss nämlich die entscheidende Nachricht sofort am Smartphone sehen, um eine Chance zu haben, irgendwie zu reagieren. In der Studie hatten 15 Prozent der Betroffenen im Außenbereich Kameras installiert.

Rundum geschützt durch eine Alarmanlage mit Notrufzentrale

Um Einbrechern das Handwerk zu legen, eignet sich eine Alarmanlage mit Schocksensoren an Türen und Fenstern. Diese können bereits Vibrationen und Stöße registrieren, um sofort den Bewohner zu alarmieren. Noch besser für den Einbruchschutz: der Alarm geht bei einer Notrufzentrale ein, die jederzeit mit Profis besetzt ist. Diese sprechen die Täter an, verifizieren über Kameras die Situation und rufen umgehend die Polizei.

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Autorin: Izabela Basalo
Senior Communications Manager
Verisure Deutschland GmbH
www.verisure.de

Smarter Einbruchschutz ergänzt mechanische Maßnahmen

Mechanischer Einbruchschutz verhindert häufig einen Einbruch, da die Täter die Tür nicht schnell genug öffnen können. Doch viele Befragten der Studie hatten die Tür, durch die der Täter eingedrungen ist, mit einem Sicherheitsschloss (21%) oder einem Sicherheitsriegel (12%) gesichert. Türen mit einbruchhemmender Bauweise haben die Einbrecher bei 15% der Fälle nicht abhalten können.

Daher sollte man sich von Sicherheitsexperten individuell beraten lassen, wie man seine Türen zusätzlich zum mechanischen Einbruchschutz mit smarten Türschlössen und einer Alarmanlage schützen kann.