Zunehmende Einbruchskriminalität in Deutschland

Wer das Täterverhalten kennt, kann sich wirksam schützen.

Die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) verzeichnet wieder deutliche Anstiege beim Haus- und Wohnungseinbruch. Mit 65.908 erfassten Taten im Jahr 2022 und 77.819 Fällen einschließlich Einbruchsversuchen in 2023 ist der Trend zunehmender Einbruchskriminalität in Deutschland eindeutig und die Aufklärungsquote mit 14,9 % nach wie vor sehr gering. Nicht zu unterschätzen sind darüber hinaus 101.024 Diebstähle aus Keller- und Nebenräumen im Jahr 2023. Ein Anstieg von 26,4 % gegenüber dem Vorjahr. Begehrte Beute sind hochwertige E-Bikes.

Thomas Brand

Thomas Brand

Durch Einbrüche verursachte Schäden sind immens

Laut Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stieg die Schadenhöhe aller versicherten Einbruchdiebstähle von 2022 auf 2023 um 70 Millionen Euro auf 340 Millionen Euro. Der Schadendurchschnitt stieg von 3.350 Euro auf den Rekordwert von 3.500 Euro. Unabhängig vom Diebstahl des Eigentums und materiellen Schäden durch aufgebrochene Fenster und Türen sowie Vandalismus, ist ein Einbruch jedoch immer auch ein erheblicher Eingriff in das Privatleben. Solch ein Schreckerlebnis kann für Opfer enorme psychische Belastungen nach sich ziehen.

Die größten Schwachpunkte am Haus

Entgegen landläufiger Meinung gehen Täter häufig tagsüber ans Werk, während die Bewohner kurz außer Haus sind. Eingebrochen wird über leicht erreichbare und schlecht gesicherte Fenster, Balkon- und Terrassentüren sowie Haus-, Nebeneingangs- und Kellertüren. Mit herkömmlicher Beschlagtechnik ausgestattet sind diese vom routinierten Ganoven schon mit einfachstem Werkzeug wie einem Schraubenzieher in zehn Sekunden ausgehebelt. Gelingt es den Einbrechern dagegen nicht, innerhalb von maximal fünf Minuten in ein Objekt hineinzukommen, geben sie erfahrungsgemäß auf. Das Risiko auf frischer Tat entdeckt zu werden, ist zu groß.

I

Autor: Thomas Brand
Geschäftsführer der WIRUS Fenster GmbH & Co.KG
www.wirus-fenster.de

Fazit: Viele Einbrüche können durch bessere Sicherheitstechnik verhindert werden

Rund die Hälfte aller Einbrüche blieben im Versuchsstadium stecken. Ein Erfolg der nicht zuletzt auf verbesserte Sicherheitstechnik zurückzuführen ist. Hier zeigen die verstärkten Präventionsmaßnahmen der Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen Wirkung. Sie empfehlen den Einsatz von geprüften und zertifizierten einbruchhemmenden Fenstern, Fenstertüren und Haustüren gemäß DIN EN 1627 und den Widerstandsklassen RC 2 und RC 3. Die Fenster und Fenstertüren mit einbruchhemmenden Sicherheitsbeschlägen, Fenstergriffen mit Sperrmechanismen und Sicherheitsisolierverglasungen sowie Haustüren, ausgestattet mit Mehrfachverriegelungen mit robusten Stahlschwenkriegeln, durchgehenden Schließleisten, Bandseitensicherungen und zertifizierten Haustürfüllungen hindern Täter effektiv am Eindringen in das Haus. Nach DIN EN 1627 geprüfte und zertifizierte Elemente sind darauf getestet, dass es in der Gesamtkonstruktion mit Rahmen, Beschlag, Verglasung und Türfüllung keinen Schwachpunkt gibt.