
Einbrecher stehlen unser Eigentum und verwüsten die Wohnung
Einbruchschutz Zuhause: So können wir uns schützen
Es gibt zwei Arten von Einbrechern
- Hinter vielen Einbrüchen steckende reisende Banden. Sie beobachten das Objekt zunächst und planen den Einbruch von langer Hand. Dabei gehen sie arbeitsteilig vor. Sie stellen sicher, dass keine Bewohner zu Hause sind und sie wissen, auf welchem Weg sie ins Objekt gelangen. Sie suchen gezielt nach Geld, Schmuck und wertvollen Gegenständen und hinterlassen wenig Spuren.
- Gelegenheitstäter arbeiten meist allein. Sie nehmen die Möglichkeit zum Einbruch oft spontan wahr. Dabei nutzen sie leichte Einstiegsstellen wie ein auf Kipp gestelltes Fenster im Erdgeschoss. Zu dieser Tätergruppe gehören zum Beispiel Drogenabhängige, die ihre Sucht mit dem Erlös des Diebesguts finanzieren.
Es gibt drei Arten von Einbruchsicherung
- Die mechanische Sicherung ist grundlegend. Einbruchhemmende Türen, ggf. mit Sperrriegeln sowie sichere Schlösser und Fenster sind die Voraussetzung, um Einbrecher abzuhalten.
- Die elektronische Sicherung kann die mechanische Sicherung sinnvoll ergänzen. Es gibt diverse Formen von Alarmanlagen. Bewegungsmelder erleuchten im Dunkeln potenzielle Einstiegsbereiche. Türsysteme, die mit Fingerabdruck oder Iris-Scan arbeiten, ergänzen konventionelle Schlösser.
- Das dritte Element einer guten Einbruchsicherung ist das eigene Verhalten. Das heißt: Wir lassen keine Fenster auf Kipp stehen und schließen Haustüren doppelt ab. Wir sind auch vorsichtig, wenn unangekündigt Fremde unter einem Vorwand unser Haus oder unsere Wohnung betreten wollen.
Es gibt Anzeichen für einen geplanten Einbruch
Gelegenheitstäter spionieren ein Objekt selten aus. Anders ist es bei professionellen Banden. Wir sollten Verdacht schöpfen, wenn...
- unbekannte Fahrzeuge über einen längeren Zeitraum vor unserem Haus parken oder immer wieder zu unregelmäßigen Zeiten auftauchen.
- uns Unbekannte auffallen, die durch die Straße hin und her bummeln und dabei immer wieder ein Objekt in Augenschein nehmen.
- Verdächtige versuchen, unter einem Vorwand ins Haus zu kommen: Sie bitten etwa darum, die Toilette benutzen zu dürfen oder sie geben sich als Handwerker aus.
- jemand an der Tür klopft oder klingelt und wenn man aufmacht, heißt es, man habe sich im Haus geirrt.
- Werbeprospekte als Deckung für das Auskundschaften verteilt werden.
- ein Haus wiederholt von Fremden fotografiert wird.
Das Markieren von ausspionierten Häusern mit sogenannten „Gaunerzinken“ gab es früher. Es hat heute für Einbrecher keine Bedeutung mehr.
Wenn wir einen Einbruch bemerken
Das Fenster oder die Tür steht auf, wenn wir uns unserer Wohnung oder unserem Haus nähern. Ein Blick nach drinnen verrät: Hier wurde alles durchwühlt und verwüstet. Dann heißt es...
- Ruhe bewahren und nichts anfassen, um mögliche Spuren nicht zu verwischen.
- umgehend die Polizei anrufen, Anzeige erstatten und auf das Eintreffen der Spurensicherung warten.
- die eigene Versicherung vom Schadensfall informieren.
Was wir nach einem Einbruch machen können
- Das eigene Verhalten überprüfen: Haben wir es den Einbrechern zu leicht gemacht?
- Die mechanische Sicherung des Objekts überprüfen: Was können wir optimieren?
- Optional die elektronische Sicherung des Objekts auf- oder ausbauen.
- Eine (digitale) Liste mit Wertsachen inkl. Kaufbelegen anlegen oder aktualisieren, um Gestohlenes bei der Versicherung geltend machen zu können.
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