So können wir gefahrlos und gewaltlos reagieren

Gewalt in unserer Gesellschaft geht jeden etwas an

Die vielen Gesichter der Gewalt

  • Gewalt begegnet uns in unserer Gesellschaft heutzutage überall: Zuhause, in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder im Internet
  • Gewalttätige Handlungen beginnen nicht erst mit Schlägen. Auch Bedrohungen, Beschimpfungen und Belästigungen gehören dazu
  • Gewalt kann Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters treffen: Opfer sind neben Männern, Frauen, Jugendlichen und Senioren zunehmend auch Polizei- und Rettungskräfte, Lehrkräfte sowie Ärztinnen und Ärzte
  • Zu den häufigsten Formen von gesellschaftlicher Gewalt zählen
    • körperliche Gewalt (z. B. Schläge, Tritte, Messerstiche)
    • psychische Gewalt (z. B. Herabwürdigungen, Drohungen, Erpressungen, Mobbing, Stalking)
    • sexualisierte Gewalt (z. B. sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch)
    • digitale Gewalt (z. B. Cybermobbing, Cyberstalking, Cybergrooming)
    • Menschenhandel

Jeder kann Gewalt in seinem Umfeld vorbeugen

  • Wir können selbst Verantwortung übernehmen und darauf achten, dass Gewalt in unserem direkten Lebensumfeld nicht geduldet wird
  • Wir können gesunde Beziehungen zu Familie, Freunden und Kollegen pflegen, ihnen zuhören und Hilfe anbieten, wenn sie Unterstützung benötigen
  • Wir können klare Grenzen setzen und „Nein“ sagen, wenn wir uns unwohl fühlen. Genauso können wir die Grenzen anderer respektieren
  • Wir können unser Selbstbewusstsein und unsere Fähigkeiten zur Selbstverteidigung stärken

Aufmerksam bleiben und Gewalt früh erkennen

Gewalt kündigt sich an und ist in vielen Fällen hör- und sichtbar. Wenn wir folgende Anzeichen und Warnsignale bei uns selbst oder bei anderen bemerken, ist es wichtig, wachsam zu bleiben und bei Bedarf Hilfe zu suchen:

  • wenn wir bei jemandem sichtbare Verletzungen wie Blutergüsse, Kratzer oder Verbrennungen bemerken ohne eine plausible Erklärung zu erhalten
  • wenn jemand plötzlich wesensverändert ist und entweder gereizt oder aggressiv auftritt oder sich ganz von anderen zurückzieht
  • wenn jemand Gewalt verherrlicht oder offen mit Gewaltanwendung droht
  • wenn jemand übermäßige Kontrolle über andere Personen, Eifersucht und Besitzansprüche ausübt

Wichtig ist, nicht wegzuschauen

Werden wir Zeuge einer Gewalttat,

  • zeigen wir uns couragiert und greifen im Rahmen unserer Möglichkeiten ein
  • schätzen wir die Situation zunächst ein, bevor wir handeln
  • versuchen wir zu helfen, ohne uns selbst in Gefahr zu bringen
  • suchen wir uns Unterstützung von anderen und verständigen im Notfall die Polizei

Das können wir tun, wenn wir selbst oder jemand anderes angegriffen wurde:

  • den Notruf unter 110 wählen
  • dem Opfer nach der Tat beistehen
  • Verletzungen dokumentieren und einen Arzt aufsuchen
  • das Opfer ermutigen, Anzeige zu erstatten und uns als Zeuge anbieten

KF (28.02.2025)

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