Sie sind hier >  /  
< Wie kriminell sind Kinder und Jugendliche?

„Schule gegen sexuelle Gewalt“

Anfangs freute sich die 15-jährige Schülerin, als ihr Sportlehrer ihr so viel Hilfestellung gab, dass sie den Feldaufschwung beim ersten Versuch schaffte. Als er aber auch beim Aufräumen der Gerätschaften vermehrt ihre Nähe suchte und sie berührte, fühlte sie sich langsam unwohl. Warum tat er das? Und was sollte sie jetzt tun?

Eine Initiative für mehr Sicherheit in der Schule


Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt

© Unabhängiger Bundesbeauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauch

 

Anfangs freute sich die 15-jährige Schülerin, als ihr Sportlehrer ihr so viel Hilfestellung gab, dass sie den Feldaufschwung beim ersten Versuch schaffte. Als er aber auch beim Aufräumen der Gerätschaften vermehrt ihre Nähe suchte und sie berührte, fühlte sie sich langsam unwohl. Warum tat er das? Und was sollte sie jetzt tun?
In Schulen kommt es vor, dass Lehrer und Lehrerinnen ihre Position als Autorität ausnutzen und sexuelle Übergriffe an Schülerinnen und Schülern begehen. Auch unter Mitschülern und Mitschülerinnen kommt es zu sexueller Gewalt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2018 insgesamt 12.123 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern bzw. 934 Fälle von sexuellem Missbrauch von Jugendlichen auf. Das Dunkelfeld liegt um ein Vielfaches höher. Es ist wichtig, dass Schulen nicht zum Tatort werden, sondern Schutz- und Kompetenzort sind, an dem betroffene Kinder und Jugendliche vertrauensvolle Ansprechpersonen und Hilfe finden. Da nur in der Schule nahezu alle Mädchen und Jungen erreicht werden können, hat der „Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“, Johannes-Wilhelm Rörig, die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ ins Leben gerufen.

Deutschlandweite Prävention und Intervention

Alle 16 Bundesländer haben einer Kooperation mit der Initiative zugestimmt. Ziel ist es, dass alle über 30.000 Schulen in Deutschland Schutzkonzepte gegen sexuelle Gewalt an ihren Schulen entwickeln. Den Länderauftakt machte Nordrhein-Westfalen, wo die Initiative im September 2016 gemeinsam von Rörig und der Schulministerin Sylvia Löhrmann vorgestellt wurde. „Schule gegen sexuelle Gewalt“ ist auf eine professionelle Prävention und Intervention ausgerichtet. Die Initiative bietet den Schulen Grundlagenwissen und eine erste Orientierung. Hierfür wurden eine Infomappe für Fachkräfte und Eltern sowie ein umfangreiches Fachportal gegen sexualle Gewalt mit vertiefenden Informationen entwickelt. Die Infomaterialien bieten eine Grundlage, eigene Konzepte der Prävention und Notfallpläne für die Intervention gemeinsam mit schulbegleitenden Fachberatungsstellen vor Ort zu erstellen und eng mit den Jugendämtern oder der Polizei zusammen zu arbeiten. „Mir ist wichtig, dass an Deutschlands Schulen zu sexueller Gewalt nicht mehr geschwiegen und dass die vorhandene Unsicherheit im Umgang mit dem Thema abgebaut wird“, erklärt Rörig.

Seite: 1 2 weiter >>

Weitere Infos zum Thema Schule

Aktives Vorgehen der Polizei beim Amoklauf

In der Vergangenheit kam es an deutschen Schulen immer wieder zu...[mehr erfahren]

Ein Online-Portal der Unfallkasse NRW gibt praktische Tipps

Der Trend geht hin zur Ganztagsschule, immer mehr Zeit wird in...[mehr erfahren]

Du wirst gemobbt? Dann wehr dich dagegen!

Du wirst gemobbt? Dann wehr dich dagegen! Mobbing übers Netz ist...[mehr erfahren]

Der Alkohol-Parcours für Schülerinnen und Schüler

Die erste größere Party, das erste Mal Alkohol trinken: Um...[mehr erfahren]

Die fatale Presseflut nach Amoktaten in Schulen

Prof. Dr. Herbert Scheithauer, Entwicklungs- und Klinischer...[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Beliebte Artikel zum Thema Schule

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.