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„Schule gegen sexuelle Gewalt“

Anfangs freute sich die 15-jährige Schülerin, als ihr Sportlehrer ihr so viel Hilfestellung gab, dass sie den Feldaufschwung beim ersten Versuch schaffte. Als er aber auch beim Aufräumen der Gerätschaften vermehrt ihre Nähe suchte und sie berührte, fühlte sie sich langsam unwohl. Warum tat er das? Und was sollte sie jetzt tun? In Schulen kommt es vor, dass Lehrer und Lehrerinnen ihre Position als Autorität ausnutzen und sexuelle Übergriffe an Schülerinnen und Schülern begehen. Auch unter Mitschülern und Mitschülerinnen kommt es zu sexueller Gewalt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2017 insgesamt 11.547 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern bzw. 990 Fälle von sexuellem Missbrauch von Jugendlichen auf. Das Dunkelfeld liegt um ein Vielfaches höher. Es ist wichtig, dass Schulen nicht zum Tatort werden, sondern Schutz- und Kompetenzort sind, an dem betroffene Kinder und Jugendliche vertrauensvolle Ansprechpersonen und Hilfe finden. Da nur in der Schule nahezu alle Mädchen und Jungen erreicht werden können, hat der „Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“, Johannes-Wilhelm Rörig, die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ ins Leben gerufen.

Eine Initiative für mehr Sicherheit in der Schule


Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt

© Unabhängiger Bundesbeauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauch

 

Anfangs freute sich die 15-jährige Schülerin, als ihr Sportlehrer ihr so viel Hilfestellung gab, dass sie den Feldaufschwung beim ersten Versuch schaffte. Als er aber auch beim Aufräumen der Gerätschaften vermehrt ihre Nähe suchte und sie berührte, fühlte sie sich langsam unwohl. Warum tat er das? Und was sollte sie jetzt tun?
In Schulen kommt es vor, dass Lehrer und Lehrerinnen ihre Position als Autorität ausnutzen und sexuelle Übergriffe an Schülerinnen und Schülern begehen. Auch unter Mitschülern und Mitschülerinnen kommt es zu sexueller Gewalt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für 2017 insgesamt 11.547 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern bzw. 990 Fälle von sexuellem Missbrauch von Jugendlichen auf. Das Dunkelfeld liegt um ein Vielfaches höher. Es ist wichtig, dass Schulen nicht zum Tatort werden, sondern Schutz- und Kompetenzort sind, an dem betroffene Kinder und Jugendliche vertrauensvolle Ansprechpersonen und Hilfe finden. Da nur in der Schule nahezu alle Mädchen und Jungen erreicht werden können, hat der „Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“, Johannes-Wilhelm Rörig, die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ ins Leben gerufen.

Deutschlandweite Prävention und Intervention

Alle 16 Bundesländer haben einer Kooperation mit der Initiative zugestimmt. Ziel ist es, dass bis Ende 2018 alle über 30.000 Schulen in Deutschland Schutzkonzepte gegen sexuelle Gewalt an ihren Schulen entwickeln. Den Länderauftakt machte Nordrhein-Westfalen, wo die Initiative im September 2016 gemeinsam von Rörig und der Schulministerin Sylvia Löhrmann vorgestellt wurde. „Schule gegen sexuelle Gewalt“ ist auf eine professionelle Prävention und Intervention ausgerichtet. Die Initiative bietet den Schulen Grundlagenwissen und eine erste Orientierung. Hierfür wurden eine Infomappe für Fachkräfte und Eltern sowie ein umfangreiches Fachportal gegen sexualle Gewalt mit vertiefenden Informationen entwickelt. Die Infomaterialien bieten eine Grundlage, eigene Konzepte der Prävention und Notfallpläne für die Intervention gemeinsam mit schulbegleitenden Fachberatungsstellen vor Ort zu erstellen und eng mit den Jugendämtern oder der Polizei zusammen zu arbeiten. „Mir ist wichtig, dass an Deutschlands Schulen zu sexueller Gewalt nicht mehr geschwiegen und dass die vorhandene Unsicherheit im Umgang mit dem Thema abgebaut wird“, erklärt Rörig.

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