Sie sind hier >  /  
< Getunte Pedelecs

Alle 19 Minuten verunglückt ein Kind im Straßenverkehr

Die Zahl der verunglückten Kinder auf der Straße ist in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gesunken. Auch die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder sinkt langfristig betrachtet rapide: Wurden in den 1950er Jahren noch über 1.000 getötete Kinder pro Jahr gezählt, sank diese Zahl in den 1990er Jahren auf unter 500 und sie liegt 2015 bereits das fünfte Mal unter 100.

Kinder in der Verkehrsunfallstatistik

Kinder werden zwischen parkenden Autos schlecht gesehen

© Eckart Seidl, MEV-Verlag

 

Die Zahl der verunglückten Kinder auf der Straße ist in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gesunken. Auch die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder sinkt langfristig betrachtet rapide: Wurden in den 1950er Jahren noch über 1.000 getötete Kinder pro Jahr gezählt, sank diese Zahl in den 1990er Jahren auf unter 500 und sie liegt 2015 bereits das fünfte Mal unter 100.

 

Laut Statistischem Bundesamt verunglückten 2015 28.235 Kinder unter 15 Jahren auf deutschen Straßen. 23.898 davon wurden leicht verletzt, 4.253 erlitten schwere Verletzungen und 84 starben.
Jeweils rund ein Drittel der verunglückten Kinder kam im Jahr 2015 als Insasse in einem Pkw oder auf einem Fahrrad zu Schaden. Rund jedes vierte verunglückte Kind war zu Fuß unterwegs, als der Unfall passierte.

Von den im Jahr 2015 getöteten Kindern verloren die meisten als Pkw-Insasse das Leben (40,8 Prozent). Knapp jedes dritte getötete Kind (32,1 Prozent) kam als Fußgänger ums Leben, 20,2 Prozent als Fahrradfahrer.

Jungen am stärksten gefährdet

Jungen sind aufgrund ihrer stärkeren Verkehrsbeteiligung und der größeren Risikobereitschaft gefährdeter, im Straßenverkehr zu verunglücken, als Mädchen. 2015 verunglückten 56,1 Prozent der Jungen unter 15 Jahren und 43,9 Prozent der Mädchen. Insbesondere als Radfahrer waren Jungen wesentlich stärker gefährdet als Mädchen. So waren zwei Drittel (67,1 Prozent) der verunglückten Radfahrer Jungen und nur gut ein Drittel Mädchen (32,9 Prozent). Auch als Fußgänger verunglückten Jungen (57,7 Prozent) häufiger als Mädchen (42,3 Prozent). Als Pkw-Insassen kamen dagegen mehr Mädchen (52,5 Prozent) als Jungen (47,5 Prozent) zu Schaden.

Das häufigste Fehlverhalten, das bei den Kindern beobachtet wurde, ist das falsche Überschreiten der Fahrbahn (88,8 Prozent der Fälle). Mehr als die Hälfte der Kinder überquerte die Fahrbahn, ohne auf den Fahrzeugverkehr zu achten. Der zweithäufigste Fehler war das plötzliche Hervortreten hinter Sichthindernissen. Dies war bei knapp 24 Prozent der Kinder die Unfallursache. Beim Fahrradfahren wurde oft die Straße falsch genutzt (22,1 Prozent), vor allem wurde auf der falschen Fahrbahnseite gefahren. Fast genauso häufig (19,8 Prozent) machten Kinder Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Ausfahren. Gerade das Einfahren in den fließenden Verkehr bereitete große Schwierigkeiten.
KL (15.09.2016)

KL (24.09.2015)

Weitere Infos für Eltern

Die Gefahr des „Cyber-Dschihad

Im Juli 2016 wurden in Ansbach 15 Besucher eines Musikfestivals durch...[mehr erfahren]

„Wir sind froh, wenn wir unsere Patienten am Leben halten“

Eine in Deutschland etablierte Therapie zur Behandlung von...[mehr erfahren]

Behinderung von Rettungskräften ist kein Kavaliersdelikt

Szenen mit Schaulustigen, die verunglückte Personen nach Unfällen...[mehr erfahren]

Konflikte im Schulalltag nachhaltig lösen

In diesem Video wird das Streitschlichterprogramm am...[mehr erfahren]

Achtung bei Tuning-Kits aus dem Internet

Pedelecs 25 erfreuen sich zunehmender Beliebtheit: Mehr als 500.000...[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Beliebte Artikel

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.