Bargeldloses Bezahlen gehört heute zum Alltag
Bargeldloses Bezahlen gehört heute zum Alltag

Sicherheitstipps für Gewerbetreibende

Kartenzahlung im Handel

Das bargeldlose Bezahlen ist aus der modernen Geschäftslandschaft nicht mehr wegzudenken. Ob in Kaufhäusern, Arztpraxen, an der Tankstelle oder beim Frisör – Das Zahlen per EC-, Geld- oder Kreditkarte ist für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit. Aber trotz aller Vorteile, die elektronische Zahlungssysteme für Händler und Kunden mit sich bringen, bergen sie auch das Risiko des Missbrauchs – mit Schäden, die jährlich Millionenhöhe erreichen. 

Mögliche Betrugsformen in Ladengeschäften:

  • Ausspähen der PIN (Personal Identification Number)
  • Fälschen der Unterschrift, z. B. beim elektronischen Lastschriftverfahren 

Manipulation von Kartenterminals (zum Anfertigen von Kartendubletten)Im Folgenden finden Sie einige wichtige Tipps und Verhaltensmaßnahmen, wie Sie sich und Ihre Kunden vor Betrug schützen können:

Sicherheitstipps für Systeme mit Autorisierung durch Unterschrift:

  • Seien Sie sich bewusst, dass Zahlungssysteme nach dem elektronischen Lastschriftverfahren (ELV) zwar für Sie kostengünstiger als Zahlungen mit PIN-Eingabe sind, Sie dabei aber auch ein höheres Risiko tragen. So erhalten Sie beim EC-Cash-Verfahren mit PIN-Eingabe von Ihrer Bank eine Zahlungsgarantie – beim ELV tragen Sie das Risiko von Betrug und Zahlungsausfall selbst.
  • Vergleichen Sie die Unterschrift auf dem Beleg genau mit der Signatur auf der Karte. Lassen Sie sich gegebenenfalls zusätzlich den Personalausweis zeigen. Haben Sie Zweifel an der Übereinstimmung der Unterschriften, lehnen Sie die Zahlung ab und informieren die Polizei.

 Sicherheitstipps für Systeme mit Autorisierung durch PIN:

  • Achten Sie darauf, dass das Karten-Terminal an der Kasse so platziert ist, dass für Ihren Kunden ein optimaler Sichtschutz während der PIN-Eingabe gewährleistet ist und die PIN nicht von Dritten eingesehen werden kann.
  • Tischgeräte sollten beweglich angebracht sein, damit der Kunde diese flexibel handhaben kann und die Möglichkeit hat, sie so zu drehen, dass ein Ausspähen der PIN nicht möglich ist. Handgeräte sollten dem Kunden in die Hand gegeben werden.
  • Haben Sie im Kassenbereich Spiegel oder Kameras angebracht, sorgen Sie dafür, dass ein Ausspähen der PIN mit deren Hilfe nicht möglich ist.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kunden an der Kasse genügend Abstand halten. 

Bei Kartenzahlung sollten einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden

© Felix Jork, fotolia

Generelle Sicherheitsvorkehrungen:

  • Gehen Sie mit Kredit- und Bankkartenbelegen sorgfältig um und vernichten Sie nicht benötigte Belege umgehend. Betrügern reichen die Kontodaten auf dem Beleg bereits aus, um Missbrauch zu betreiben. 
  • Lassen Sie den Kassenbereich niemals unbeaufsichtigt und gehen Sie sicher, dass kein Unbefugter Zugang zum Kartenterminal hat. Durch Manipulationen am Lesegerät können Täter Kontoinformationen sowie eingegebene PINs auslesen und missbrauchen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig, in jedem Fall aber nach einem Einbruch, ob Beschädigungen am Terminal-Gehäuse oder Farbunterschiede zwischen Ober- und Unterschale festzustellen sind. Falls Sie Auffälligkeiten entdecken, informieren Sie umgehend die Polizei sowie Ihren Netzbetreiber und Ihre Bank. Es besteht die Gefahr, dass die Einbrecher das Terminal manipuliert haben, um die Kartendaten Ihrer Kunden auszuspionieren. 
  • Als besonderen Service für Ihre Kunden sollten Sie die Telefonnummern der Zentralen Sperrannahmedienste bereit liegen haben. Stellt ein Kunde fest, dass seine Karte gestohlen wurde, kann er diese so umgehend sperren lassen. Die Nummern lauten für: EC-Karten/Bankkarten: 01805 021 021 American Express: 069 97 97 20 00 Eurocard/Mastercard: 0800 819 10 40 VISA: 0800 811 8440 Zentraler Sperrnotruf: 116 116 
  • Klären Sie Ihre Mitarbeiter über die Wichtigkeit der Einhaltung dieser Verhaltensregeln auf.

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