Ein polizeilicher Fahrradpass hilft, gestohlene Räder eindeutig zu identifizieren
Ein polizeilicher Fahrradpass hilft, gestohlene Räder eindeutig zu identifizieren

Hilfe bei gestohlenen Fahrrädern

Fahrradpass kann Diebe überführen

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sind die Fahrraddiebstähle im Jahr 2025 erneut zurückgegangen. Bundesweit wurden rund 214.264 Fahrraddiebstähle registriert. Das entspricht einem Rückgang von etwa 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieser Entwicklung bleibt die Zahl der Delikte hoch. Die Aufklärungsquote bewegt sich weiterhin lediglich im Bereich von rund 10 Prozent, sodass die meisten gestohlenen Fahrräder nicht wieder aufgefunden werden. Experten gehen zudem von einer erheblichen Dunkelziffer aus, da viele Diebstähle nicht angezeigt werden. Wenn ein Fahrrad gestohlen wird, kann ein polizeilicher Fahrradpass dabei helfen, das Rad eindeutig zu identifizieren und wiederzufinden. Besonders ins Visier geraten inzwischen hochwertige E-Bikes und Pedelecs. Obwohl die Zahl der Diebstähle sinkt, bleibt der wirtschaftliche Schaden auf Rekordniveau. Der durchschnittliche Schaden pro gestohlenem Fahrrad lag 2025 bei rund 1.270 Euro. Doch wer die Daten für sein Fahrrad oder E-Bike in einem Fahrradpass erfasst, hat im Falle eines Diebstahls wesentlich bessere Chancen, sein Fahrrad wiederzubekommen. Ähnlich wie ein Reisepass enthält ein Fahrradpass wichtige Merkmale für eine Identifizierung, wie zum Beispiel Marke und Modell, Rahmennummer, Hersteller, Farbe oder Codierung. Auch ein Foto des Fahrrads sollte auf dem Pass nicht fehlen. Wird das Rad gestohlen, hat man alle Daten schnell zur Hand, um eine Diebstahlanzeige bei der Polizeizu machen. Diese kann das gestohlene Fahrrad anhand der Daten einwandfrei identifizieren und dem rechtmäßigen Besitzer zuordnen. Außerdem kann der Fahrradpass eingescannt und per Mail an die Versicherung geschickt werden.

Nicht fehlen sollten auf dem Fahrradpass folgende Angaben:

  • Eigentümer (Name und Anschrift)
  • Radtyp
  • Hersteller und Modell
  • Rahmengröße
  • Rahmennummer
  • Farbe des Fahrrads
  • Codierung (falls vorhanden)
  • Wert
  • Versicherung
  • verwendetes Fahrradschloss

Ergänzen lassen sich diese Informationen ggf. um Angaben zum Händler, bei dem man das Fahrrad gekauft hat, zur Gangschaltung oder zum Zubehör. Merkmale wie Schäden oder Verzierungen erleichtern die Identifizierung zusätzlich. Grundsätzlich gilt: Besser zu viele Fahrraddaten eintragen als zu wenige. Auch wenn es mühsam sein kann, alle Daten für den Pass zusammenzutragen, lohnt sich der Aufwand. Herunterladen kann man den Pass als PDF zum Ausdrucken (auf den Seiten 17+18 des Faltblatts „Räder richtig sichern“). Wichtig: Der vollständig ausgefüllte Pass sollte immer an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.

Auch für E-Scooter

Der Fahrradpass kann auch zur grundlegenden Erfassung von E-Scootern genutzt werden. Sollte der Scooter über keine eigene Rahmen- und Akkunummer verfügen, können Besitzerinnen und Besitzer ihr Fahrzeug selbst mit einer eigenen Nummer kennzeichnen.

Fahrradpass-App auch digital

Es gibt auch Online-Fahrradpässe. Ein Beispiel ist die App BikeManager des Fahrradversicherers Wertgarantie für iPhones sowie Android-Smartphones. Im BikeManager können Nutzer unter anderem kostenlos und unbegrenzt Fahrradpässe für sämtliche Fahrräder und E-Bikes/Pedelecs anlegen und verwalten. Außerdem kann man sein Fahrrad auf der Webseite Fahrradpass.info online registrieren lassen. Hinter dem Angebot steht die Radwelt Mitte RWM1 GmbH aus Berlin. Daneben gibt es weitere privatbetriebene Internetseitenwie fahrrad-gestohlen.de oder radklau.org, auf denen sich Bestohlene registrierenkönnen.

KF/WL/TE (29.05.2026)

Präventionstipps als Video

Tippen Sie auf ein Video, um es zu starten. Sie können die Videos wechseln, indem Sie nach unten oder nach oben wischen.

Präventionstipps als Video

Klicken Sie auf ein Video, um es zu starten. Sie können die Videos wechseln, indem Sie die Pfeilsymbole verwenden.

Weitere Infos für Jugendliche

Neue Tricks bei falschen Stellenanzeigen

Digitaler Job-Betrug

Das klingt interessant: Ein lukrativer neuer Job, den man von zu Hause aus zu erledigen kann. Irgendetwas mit Produkttests. Die Jobbeschreibung ist…

| mehr

Entwicklung, Trends und Konsequenzen

Alkoholkonsum und psychische Belastungen

Soziale Isolation, Zukunftsängste und das ständige Risiko, sich anzustecken: Die Corona-Pandemie ist für viele Menschen eine Belastung. Weil im…

| mehr

Legal, aber gefährlich

"Modedroge" Lachgas

Lachgas wird laut der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen (EMCDDA) bei jungen Menschen immer beliebter. Dass viele das frei verkäufliche Gas…

| mehr

Fahrraddieben keine Chance geben

Finger weg – mein Rad ist codiert!

Im Jahr 2023 wurden 264.062 Fahrräder in Deutschland gestohlen. Die Aufklärungsquote bleibt mit weniger als zehn Prozent ernüchternd gering. Was viele…

| mehr

Fahrrad und E-Bike: Fit für den Saisonstart

Fahrrad und E-Bike: Fit für den Saisonstart

Da staunt man nicht schlecht: Im Jahr 2022 wurden 4,8 Millionen Fahrräder in Deutschland verkauft. Bereits 2,2 Millionen, also fast die Hälfte, sind…

| mehr

Vorschriften und Aufsichtspflicht bei der Klassenfahrt

Raus aus dem Klassenzimmer

Eine Klassenfahrt kann schon einmal damit enden, dass Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei vor der Jugendherberge stehen. Schnell steht, wenn etwas…

| mehr