Polizeiliche Kriminalstatistik 2025

Einbruch-Statistik

Im Jahr 2025 ist die Zahl der von der Polizei erfassten Wohnungseinbruchdiebstähle bundesweit erneut gestiegen. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) wurden insgesamt 82.920 Fälle registriert – einschließlich der Einbruchsversuche. Im Vorjahr waren es 78.436 Fälle. Das entspricht einem Anstieg um 5,7 Prozent. Die Aufklärungsquote sank leicht auf 14,1 Prozent und bleibt damit weiterhin vergleichsweise niedrig.

Auch die Schadenssummen sind gestiegen: Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft belief sich der durch Wohnungseinbrüche verursachte Schaden 2025 auf rund 378 Millionen Euro.

Anzahl der Einbrüche in Deutschland 2024 und 2025

Viele Einbrüche scheitern

Als „Wohnungseinbruchdiebstahl“ werden auch Einbruchversuche gewertet. Das bedeutet, dass es den Tätern nicht gelungen ist, in Häuser oder Wohnungen einzudringen. Tatsächlich scheiterte auch 2025 fast jeder zweite Einbruch im Versuchsstadium. Gründe dafür sind unter anderem eine bessere Sicherungstechnik, aufmerksame Nachbarn und eine gestiegene Sensibilität vieler Menschen für das Thema Einbruchschutz. Zu den Wohnungseinbrüchen kommen 92.870 Fälle von Diebstählen aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen. Hier gibt es einen Rückgang von rund 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 107.861 Fällen. Beliebtes Diebesgut sind hier neben Bargeld und Werkzeug zunehmend auch hochwertige E-Bikes.

Mechanische Sicherungen wie einbruchhemmende Fenster und Türen sowie elektronische Schutzmaßnahmen erschweren Tätern den Zugang erheblich. Neben technischer Sicherung spielt aber auch das eigene Verhalten eine wichtige Rolle: Fenster sollten niemals gekippt bleiben, Türen stets vollständig abgeschlossen werden – auch bei kurzer Abwesenheit. Zudem empfiehlt die Polizei, Anwesenheit zu simulieren, etwa durch Beleuchtung oder Nachbarschaftshilfe während des Urlaubs.

Einbruchsversuche 2014-2024: gescheiterte Einbrüche

Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 fällt weiterhin positiv aus

Trotz des erneuten Anstiegs liegen die Fallzahlen weiterhin unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Im Jahr 2019 registrierte die PKS noch 87.145 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl. Damit liegt die Zahl der Fälle im Jahr 2025 weiterhin rund 4,8 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau.

TE (29.5.2026)

Präventionstipps als Video

Tippen Sie auf ein Video, um es zu starten. Sie können die Videos wechseln, indem Sie nach unten oder nach oben wischen.

Präventionstipps als Video

Klicken Sie auf ein Video, um es zu starten. Sie können die Videos wechseln, indem Sie die Pfeilsymbole verwenden.

Weitere Infos für Jugendliche

Verletzungen dokumentieren, Spuren sichern

Gewaltambulanzen helfen bei der Beweissicherung

Wer Opfer einer Gewalttat wird, steht häufig zunächst unter Schock. Viele Betroffene wissen nicht, ob sie zur Polizei gehen sollen oder wo sie Hilfe…

| mehr

Künstliche Intelligenz gefährdet Kinder und Jugendliche

Deepnudes, Chatbots und KI-Beziehungen

Täglich kommen Kinder und Jugendliche mit Künstlicher Intelligenz in Kontakt. Diese schlägt ihnen Videos vor, erzählt ihnen Witze oder textet ihnen…

| mehr

Veränderter Drogenkonsum bei jungen Menschen

Chillen statt Tanzen – Schmerzmittel statt Speed

Das Konsumverhalten bei Drogen ändert sich und ist auch aktuellen Moden unterworfen. Dr. Roman Zakhalev, Oberarzt für Abhängigkeitserkrankungen im…

| mehr

Respekt Coaches im Einsatz an Schulen

Wege zu mehr Toleranz und gewaltfreier Konfliktlösung aufzeigen

Für ein gesundes Klassenklima und einen guten Zusammenhalt in der Schule sind viele Faktoren wichtig. Ganz grundlegend ist der Respekt für andere…

| mehr

Mannheimer Ermittlungsgruppe sagt Motorenlärm den Kampf an

Autoposer: Hauptsache laut und auffällig

Den Motor aufheulen lassen, mit möglichst laut quietschenden Reifen anfahren oder immer wieder kurze Vollgas-Sprints einlegen: So genannte Autoposer…

| mehr

Zwischen Datenschutz und Kinderpornographie

Sexting - Nacktfotos im Netz

„Sexting“ setzt sich zusammen aus den Worten „Sex“ und „Texting“. Es bedeutet, Kurznachrichten mit sexuellem Inhalt zu versenden. Nicht nur…

| mehr