Computer sollten vor fremdem Zugriff geschützt werden
Computer sollten vor fremdem Zugriff geschützt werden

Sie können gegen Internetkriminelle vorgehen

Internetkriminalität auf jeden Fall anzeigen!

Phishing, Online-Spionage & Co. – Internetkriminelle verfügen über ein breites Arsenal von Angriffswerkzeugen. Doch Computernutzer haben zahlreiche Möglichkeiten, sich gegen Internetkriminalität zu wehren. „Die Kriminalpolizei rät“ sprach dazu mit Frank Eißmann, Ermittler in der Inspektion „Informations- & Kommunikationskriminalität“ im Landeskriminalamt Baden-Württemberg.

Wer und was stecken hinter der Internet-Kriminalität mit Phishing-Attacken und Spyware?

Das Motiv dieser Taten ist praktisch immer dasselbe: Geld! Unsere Ermittlungen – etwa die Verfolgung der Geldströme nach erfolgreichen Attacken – führen leider allzu oft in Richtung Osteuropa. Dort sind es immer seltener Einzelpersonen, sondern inzwischen meist organisierte Banden, die Angriffe starten. 

Was ist derzeit bei Phishing Attacken mehr verbreitet: Schadsoftware oder Phishing-Webseiten?

Frank Eißmann vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg

© Landeskriminalamt Baden-Württemberg

Wir sehen in Baden-Württemberg momentan eine Verteilung zugunsten von Schadsoftware, also Trojanern, Würmern und Ähnlichem. Sie macht derzeit etwas mehr als die Hälfte der Betrugsfälle aus. Im Frühjahr 2009 etwa konnten wir den Urheber eines Trojaners ausheben, der ca. 100.000 Rechner befallen hat.Phishing-Webseiten haben in letzter Zeit dagegen etwas abgenommen, auch wegen der vor mehreren Jahren flächendeckenden Einführung des so genannten iTAN-Verfahrens. Seit 2009 wurde aber auch dieses Sicherheitsmerkmal schon wieder von den Kriminellen geknackt. 

Sollte man Phishingfälle oder einen Trojaner auf dem Rechner überhaupt zur Anzeige bringen?

Auf jeden Fall! Wenn Sie merken, dass Sie auf eine Phishing-Mail hereingefallen sind oder Ihr PC mit einem Trojaner verseucht ist, rate ich unbedingt zur Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle. Zunächst einmal gibt es durchaus eine Wahrscheinlichkeit, dass die Täter gefunden werden, wie das Beispiel eben zeigt. Darüber hinaus kann es auch vorkommen, dass Ihnen zunächst einmal gar nichts passiert, nach einigen Monaten aber das böse Erwachen kommt. 

Warum ist das so?

Wenn die Täter mit einer Masche Erfolg haben, dann massenweise. Die Datenflut ist dann so groß, dass die Kriminellen mit dem Ausräumen der Konten gar nicht nachkommen. 

Was ist Ihr Tipp zum Schutz vor Internetkriminalität?

Virenscanner und Firewall immer auf dem neuesten Stand halten, unterschiedliche Browser benutzen – und auch mal über ein alternatives Betriebssystem nachdenken. Der voraussichtlich ab Herbst erhältliche elektronische Personalsausweis mit der digitalen Signatur ist ein weiterer Schritt in Richtung Sicherheit im Netz.

Präventionstipps als Video

Tippen Sie auf ein Video, um es zu starten. Sie können die Videos wechseln, indem Sie nach unten oder nach oben wischen.

Präventionstipps als Video

Klicken Sie auf ein Video, um es zu starten. Sie können die Videos wechseln, indem Sie die Pfeilsymbole verwenden.

Weitere Infos für Jugendliche

Kriminelle Verführer

Sexuelle Ausbeutung und die „Loverboy-Methode“

Die sogenannte „Loverboy-Methode“ gehört zu den perfidesten Formen von Ausbeutung: Täter täuschen Liebe vor, bauen emotionale Abhängigkeit auf und…

| mehr

Diskussion über Verbote für Kinder und Jugendliche

Social Media erst ab 16?

Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat sind für viele junge Menschen zum festen Bestandteil des Alltags geworden. Gleichzeitig wächst die…

| mehr

Niemand wird als Rechtsradikaler oder Islamist geboren

Extremismusprävention mit der „Aktion Neustart“

Wenn Extremisten sich aus ihrer Szene lösen wollen, haben sie oft einen langen und steinigen Weg vor sich. Viele von ihnen haben Angst davor, von…

| mehr

Initiative fordert Überarbeitung des Stalking-Paragrafen

Stärkere Rechte für Stalking-Opfer

Der Gesetzgeber hat die Rechtslage für Stalking-Opfer verbessert. Betroffene müssen nun keinen Nachweis mehr erbringen, dass ihre Privatsphäre…

| mehr

Quartiersmanagement in Berlin-Kreuzberg als Erfolgsmodell

„Das kann kein Ghetto sein!“

Quartiersmanagement soll dabei helfen, einzelne Stadtteile bedarfsgerecht zu fördern. Ein Modell, das sich in Berlin-Kreuzberg bereits bewährt hat.

| mehr

Bechern ohne Gnade

Einmal Held und zurück

Wer ohne nachzudenken säuft, hat einen Abend lang einen guten Ruf. Das kann sich schon am nächsten Morgen schnell ändern – wenn man ihn überhaupt…

| mehr