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Alle 19 Minuten verunglückt ein Kind im Straßenverkehr

Die Zahl der Kinder, die im Straßenverkehr verletzt oder sogar getötet werden, ist in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich zurückgegangen – das ist die positive Nachricht. Dennoch kamen 2017 immer noch rund 29.000 Kinder zu Schaden. Das sind 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Somit ist alle 18 Minuten ein Junge oder ein Mädchen unter 15 Jahren im Straßenverkehr verunglückt. Davon starben 61 Kinder. Das sind fünf weniger als noch im Jahr 2016.

Alle 18 Minuten verunglückt ein Junge oder Mädchen

Kinder werden im Straßenverkehr schnell übersehen© S.Kobold/stock.adobe.com

Die Zahl der Kinder, die im Straßenverkehr verletzt oder sogar getötet werden, ist in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich zurückgegangen – das ist die positive Nachricht. Dennoch kamen 2017 immer noch rund 29.000 Kinder zu Schaden. Das sind 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Somit ist alle 18 Minuten ein Junge oder ein Mädchen unter 15 Jahren im Straßenverkehr verunglückt. Davon starben 61 Kinder. Das sind fünf weniger als noch im Jahr 2016.

Pkw-Unfälle am häufigsten

Wie die Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamts zeigt, kamen 2017 die meisten Kinder als Insasse in einem Auto zu Schaden (38 Prozent). Ein Drittel der unter 15-Jährigen war wiederum auf dem Fahrrad unterwegs und rund 22 Prozent zu Fuß, als der Unfall passierte. Da Kinder ab einem bestimmten Alter immer selbstständiger werden und alleine zur Schule, dem Sportverein oder zu Freunden laufen oder das Fahrrad nehmen, ist es wichtig, sie auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorzubereiten. Die meisten Schulen bieten Fußgänger- oder Fahrradtrainings an. Hier lernen die Kinder beispielsweise, wie sie sich richtig an der Ampel oder am Zebrastreifen verhalten, wie sie mit dem Rad abbiegen oder bremsen und welche Straßenseite sie befahren dürfen. Doch auch Eltern sind gefragt: Sie sollten die Wege, welche die Kinder häufig nutzen, gemeinsam mit ihnen abfahren oder ablaufen und sie auf mögliche Gefahrenquellen hinweisen.

In der Rubrik „Verkehrserziehung“ finden Sie zahlreiche Beispiele für polizeiliche und schulische Präventionsprojekte sowie hilfreiche Tipps zu Themen wie dem verkehrssicheren Fahrrad oder angemessener Kleidung im Dunklen. Der Kinder-Verkehrsfilm „Mach‘s richtig!“ zeigt zudem, wie der fünfjährige Bruno mit seinem Hund Wasti im Straßenverkehr ohne Begleitung unterwegs ist.

Jungen sind besonders gefährdet

Jungen verunglücken im Straßenverkehr etwas häufiger als Mädchen. Ihr Anteil an den im Jahr 2017 insgesamt verunglückten Kindern lag bei rund 58 Prozent. Insbesondere als Radfahrer sind Jungen stärker gefährdet. Etwa zwei Drittel der 2017 verunglückten Kinder waren Jungen und nur knapp ein Drittel Mädchen. Doch auch als Fußgänger werden Jungen etwas häufiger verletzt oder sogar getötet (59 Prozent). Als Pkw-Insassen kamen 2017 hingegen etwas mehr Mädchen zu Schaden (52 Prozent).

Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamts gibt es zwei Gründe für die höhere Unfallgefährdung von Jungen. Zum einen sind sie stärker am Verkehr beteiligt und zum anderen ist ihre Risikobereitschaft größer als die von Mädchen.

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